FPÖ-Präsident hat genug

Rosenkranz verbietet Gendersprache im Parlament

FPÖ-Nationalratspräsident Walter Rosenkranz verhängt eine scharfe Hausordnung für eine Rückkehr zur "neuen" alten Rechtschreibung.
Newsdesk Heute
18.10.2025, 19:58
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Was in Niederösterreich und der Steiermark schon Realität ist, hält nun auch im Nationalrat Einzug: Ein Verbot der Gendersprache.

FPÖ-Nationalratspräsident Walter Rosenkranz macht ernst und kündigt pünktlich zum Nationalfeiertag "neue" alte Spielregeln für die Sprache im Parlament an.

"Sehr geehrte Damen und Herren" – mit dieser klassischen Anrede sollen Besucher künftig zum Tag der offenen Tür im Hohen Haus begrüßt werden. Und nicht nur dort: Binnen-I, Doppelpunkt, Sternchen und Schrägstrich verschwinden aus sämtlichen offiziellen Schriften des Parlaments. Stattdessen soll wieder so formuliert werden, wie es "der Rat für die deutsche Rechtschreibung als einzige staatlich anerkannte Institution vorgibt", so Rosenkranz gegenüber der "Krone".

Er stellt klar: "Ich will, dass man sich einfach daran hält und keine eigene Sprache erfindet. Denn echte Gleichberechtigung entsteht durch Bildung, faire Chancen und Respekt – nicht durch Satzzeichen."

Statt über Schreibweisen solle im Parlament über Inhalte gestritten werden. "Nicht ohne Grund verwenden der Deutsche Bundestag und der Schweizer Nationalrat, aber auch nahezu alle Printmedien keine Gendersprache", argumentiert der protokollarisch zweithöchste Mann im Staat. Mit den neuen Vorgaben wolle man "Konzentration auf das Wesentliche" schaffen.

Konkret heißt das: In den internen Abläufen der Parlamentsdirektion wird künftig nur noch neutral ("Radfahrende") oder in Paarform ("Bürgerinnen und Bürger") gearbeitet, weiblich zuerst. Neue Texte und Publikationen folgen der Richtlinie, bereits vorhandene Schriften werden bei Nachdrucken angepasst. Reden im Plenum oder Klubtexte sind davon ausgenommen.

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