Zentraler Hebel für weiter sinkende Strompreise sei mehr Wettbewerb, erklärt VP-Wirtschaftsminister Wolfgang Hattmannsdorfer. Der entstehe, wenn mehr Kunden Preise vergleichen: "Anbieterwechsel ist meist der schnellste Weg zu noch günstigerem Strom."
Die Österreicher sind bisher Wechsel-Muffel, aber die Zahlen steigen: 283.135 Haushalte suchten sich 2025 einen neuen Stromlieferanten – die meisten in Wien (80.607) und NÖ (61.509). Die Wechselrate stieg österreichweit auf 5,4 Prozent (nach 4,7 Prozent 2024).
Das sei freilich noch immer ein sehr geringer Wert. Im Vergleich mit anderen Ländern hinke Österreich deutlich hinterher.
"Der Wettbewerb kommt stärker in Gang und das wirkt dämpfend auf die Preise", sagt Hattmannsdorfer. Gleichzeitig sei klar, dass "dieses Potenzial noch nicht ausgeschöpft ist". Kurzfristig bleibe der Tarifwechsel für viele Haushalte am wirksamsten, um mehrere hundert Euro pro Jahr zu sparen.
Laut Strompreismonitor der E-Control (Stand 1. Februar 2026) lassen sich beispielsweise in der Steiermark 370 Euro im Jahr einsparen (inklusive Neukundenrabatt) durch den Wechsel vom lokalen zum günstigsten Stromanbieter. Ohne den Neukundenrabatt im ersten Jahr sind es dann auch noch knapp 300 Euro. Berechnungsgrundlage ist ein Durchschnittshaushalt mit einem Strom-Jahresverbrauch von 3.500 kWh.
Es mache aber in jedem Fall Sinn, die Preise einmal jährlich zu vergleichen und allenfalls zu einem günstigeren Anbieter zu wechseln, heißt es aus dem Wirtschaftsministerium.
Deutliche Hinweise auf den Stromrechnungen, wie sie laut dem seit 1. Jänner gültigen neuen Stromgesetz vorgeschrieben sind, sollen den Wechsel künftig noch vereinfachen.