Mamma mia!

Sohn will nicht ausziehen – da geht Mutter vor Gericht

Weil ihr erwachsener Sohn sich geweigert hatte, "Hotel Mama" zu verlassen, zog eine Italienerin vor Gericht. Das Urteil ist eindeutig.
Newsdesk Heute
22.03.2026, 21:21
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Ein ungewöhnlicher Familienkonflikt beschäftigt derzeit ein Gericht in Italien: Eine Mutter wollte ihren erwachsenen Sohn endlich aus dem gemeinsamen Zuhause haben – und bekam nun Recht. Der 31-Jährige muss die Wohnung bis Ende Juni verlassen.

Wie mehrere Medien berichten, hatte sich die Frau aus Ravenna (Emilia-Romagna) an ein Gericht gewandt, nachdem ihr Sohn sich hartnäckig geweigert hatte auszuziehen. Laut ihren Angaben war das Zusammenleben zuletzt nicht mehr tragbar. Der Mann habe weder etwas zu den Haushaltskosten beigesteuert noch grundlegende Regeln des Zusammenlebens eingehalten.

Zum Zeitpunkt der Klage war der 31-Jährige noch als Kellner beschäftigt und verdiente rund 1.400 Euro netto im Monat. Während des laufenden Verfahrens kündigte er jedoch seinen Job – und vertrat die Ansicht, seine Mutter sei weiterhin verpflichtet, ihn finanziell zu unterstützen.

Das Gericht widersprach dieser Argumentation deutlich. Grundsätzlich hätten Eltern das Recht, von ihren volljährigen Kindern zu verlangen, die gemeinsame Wohnung zu verlassen – sofern ihnen dafür eine angemessene Frist eingeräumt wird. Bei einem 31-Jährigen könne man davon ausgehen, dass er selbst für seinen Lebensunterhalt sorgen kann.

Der Fall passt auch zu einem größeren gesellschaftlichen Trend: Studien bestätigen Italiens Ruf als Land der "Nesthocker". Laut Angaben des Statistikamts Istat leben 61,2 Prozent der jungen Menschen bis zum Alter von 35 Jahren noch im Elternhaus – ein Wert, der in den vergangenen rund 20 Jahren sogar um fast drei Prozentpunkte gestiegen ist.

Neben dem Auszug wurde der Mann auch dazu verpflichtet, die Gerichtskosten in Höhe von rund 3.000 Euro zu übernehmen.

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