Mega-Prozess geht weiter

Swift-Terror in Wien – jetzt wird Beran A. gegrillt

Der inhaftierte Terrorverdächtige Beran A. muss am Dienstag erneut Rede und Antwort stehen. Besonders das geplante Swift-Attentat steht nun im Fokus.
Christian Tomsits
12.05.2026, 08:20
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Gerade, als es wirklich spannend wurde, unterbrach die Richterin am frühen Abend des 28. Aprils die Befragung des Terror-Angeklagten Beran A. (21). Der dickliche Bursche kam mit gestutztem Bart und langen Locken, lächelte fortgehen "um sympathisch zu wirken". So war er kaum mehr als jener gefährliche IS-Fanatiker erkennbar, der er zweifelsohne einmal gewesen sein muss und dessen Propaganda-Selfies einst weltweit für Schaudern gesorgt hatten.

Gerade wollte der 21-Jährige erklären, ob er in den Stunden vor seiner Festnahme am 7. August in Ternitz (NÖ) wirklich vorhatte, zwei Tage später im Wiener Praterstadion ein Blutbad anzurichten. Man hätte eine Stecknadel im Saal hören können, doch dann war die Zeit um, es wurde vertagt. Nun geht der Terror-Prozess unter großem Medienrummel am Landesgericht Wiener Neustadt in die nächste Runde.

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Am Dienstag soll die Befragung genau an diesem Punkt also fortgesetzt werden. Dem jungen Mann aus Ternitz wird nicht nur der mutmaßliche Swift-Terror angelastet, sondern auch ein geplanter Anschlag in Dubai, der zeitgleich mit Attacken seiner mutmaßlichen IS-"Karawane" bestehend aus den Jugendfreunden Hassan E. und Arda K. in Istanbul und Mekka stattfinden sollte. Nur Hassan stach wirklich zu, weswegen den anderen beiden wegen Beteiligung am (versuchten) Mord ganze 20 Jahre Haft drohen.

Beran A. versuchte, sich mit Unterstützung seiner engagierten Verteidigerin Anna Mair als Opfer darzustellen, er erklärte, von seinem Jugendfreund instrumentalisiert und radikalisiert worden zu sein, habe ihn wiederum sicherlich nicht bestärkt. "In der Schule war ich ein Opfer. Die Leute nannten mich Fettsack", jammerte der Angeklagte. Der Prozess ist auf insgesamt fünf Tage angesetzt. Es gilt die Unschuldsvermutung. Wir berichten aktuell.

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