Nach Midterms-Debakel

Trumps Diesel-Deal mit Putin gerät ins Wanken

Zwei Tanker mit russischem Diesel haben ihren Kurs geändert. Damit steht Donald Trumps umstrittener Energie-Deal mit Moskau auf der Kippe.
05.11.2026, 10:42
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Der von US-Präsident Donald Trump angekündigte Diesel-Deal mit Kremlchef Wladimir Putin läuft offenbar nicht wie geplant.

Zwei der ersten drei Tanker mit russischem Kraftstoff steuern nicht mehr auf die US-Atlantikküste zu. Das berichtet die "Financial Times". Es wäre der nächste Tiefschlag für Trump nach der Pleite seiner Republikaner bei den Midterm-Wahlen.

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Der Tanker "Leruo" nennt mittlerweile Brasilien als Ziel. Die "Talisman" fuhr durch die Straße von Gibraltar ins Mittelmeer und befand sich zuletzt vor Algerien. Beide Schiffe stehen unter Sanktionen und suchen offenbar noch Abnehmer für ihre Ladung.

Dritter Tanker fährt weiter Richtung USA

Die "Agioi Fanendes" hält derzeit noch Kurs auf den Nordosten der USA. Einen bestätigten Zielhafen oder Käufer gibt es allerdings nicht. Laut dem Schifffahrtsanalysten Matt Smith könnte daher auch diese Lieferung noch umgeleitet werden. Bislang ist kein russischer Diesel aus dem neuen Abkommen in den USA angekommen.

Trump hatte den Deal am 9. Oktober verkündet. Russland sollte zunächst 300.000 Tonnen Diesel liefern, später sollten die Mengen steigen. Washington lockerte dafür vorübergehend Sanktionen. Der US-Präsident wollte mit den Importen die stark gestiegenen Kraftstoffpreise drücken.

Widerstand gegen russischen Diesel

In den USA wächst jedoch der politische und rechtliche Widerstand. New Jerseys Gouverneurin Mikie Sherrill warnte Hafen- und Terminalbetreiber davor, russischen Diesel anzunehmen. Unternehmen müssten andernfalls mit Konsequenzen rechnen.

Gleichzeitig werden die Vorräte knapp: Die US-Lagerbestände an Diesel und verwandten Kraftstoffen fielen auf 99,3 Millionen Barrel. Das ist der niedrigste Wert seit Mai 2003. Laut "Financial Times" kostet eine Gallone Diesel an US-Tankstellen derzeit 6,27 Dollar.

Ganz gescheitert ist der Deal noch nicht. Neben der "Agioi Fanendes" soll ein weiterer Tanker in Richtung USA unterwegs sein. Ob die Schiffe ihre Ladung tatsächlich dort löschen können, bleibt aber offen.

red, 05.11.2026, 10:42