Betriebe treffen Vorkehrungen

Vogelgrippe-Alarm – Experten warnen vor neuen Fällen

Nach Ausbruch der Vogelgrippe in einem Gänsebetrieb in OÖ wurde eine Sperrzone errichtet. Diese reicht in Niederösterreich bis nach Amstetten.
Victoria Carina  Frühwirth
21.11.2025, 04:00
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Der bestätigte Vogelgrippe-Ausbruch in einem Gänsebetrieb in Oberösterreich zieht auch NÖ direkt in Mitleidenschaft: Die errichtete Sperrzone reicht bis in den Bezirk Amstetten, in dem rund 175 Geflügelbetriebe und Kleinhaltungen unter verstärkte Kontrolle gestellt wurden. Dort gelten jetzt Stallpflicht, Transportbeschränkungen und behördliche Überwachungen – auch für Kleinsthaltungen mit nur wenigen Tieren.

Sorge um Hühnerfleisch

Für die Bevölkerung bedeutet der aktuelle Ausbruch jedoch vor allem eines: Unsicherheit beim  Essen von Geflügel oder Eiern. Die Behörden betonen darum, dass das Virus nicht über Lebensmittel übertragen wird. Wer Hendl, Pute, Ente oder Eier konsumiert, muss also nichts befürchten – durchgegartes Fleisch und erhitzte Eier gelten weiterhin als sicher.

Trotzdem ruft das Land zur Vorsicht auf, wenn tote Wildvögel gefunden werden. Diese sollen keinesfalls angegriffen oder bewegt werden – der Fund ist direkt der Bezirksverwaltungsbehörde zu melden. Besonders Wasservögel wie Schwäne, Enten oder Gänse gelten als Risikotiere, weil sie das Virus oft ohne sichtbare Symptome weitertragen.

Tierhaltung ist meldepflichtig

Tierhalter sind in erhöhter Alarmbereitschaft. Die Behörden erinnern aufgrund der Fälle von Vogelgrippe jetzt betont daran, dass jede Geflügelhaltung – auch unter 50 Tieren – seit 2009 meldepflichtig ist. Biosicherheitsmaßnahmen in jedem Betrieb sind jetzt entscheidend. Dazu zählen Fütterung und Tränkung nur im Stall, getrennte Haltung von Hühnern und Wassergeflügel (etwa Enten) sowie strikte Hygiene. Sinkt die Legeleistung plötzlich oder steigt die Sterblichkeit, muss auch das sofort der Bezirkshauptmannschaft gemeldet werden.

Übertragung auf Hund und Katz möglich

Aber was ist mit der Ansteckung der Vogelgrippe von Haustieren oder Menschen? Laut AGES und Landesveterinärdirektion ist die Gefahr einer Ansteckung in Österreich äußerst gering. Eine Übertragung auf Hunde oder Katzen ist theoretisch möglich, passiert aber nur, wenn sie mit infizierten Wildvögeln in Kontakt kommen. Für Menschen besteht nach derzeitigem Wissensstand keine reale Gefahr, solange kein direkter Umgang mit erkranktem Geflügel oder kontaminiertem Material stattfindet. Eine Mensch-zu-Mensch-Übertragung wurde weltweit nie beobachtet, heißt es.

Die Behörden rechnen aufgrund des Vogelzugs und der kalten Jahreszeit mit steigenden Fallzahlen bei erkrankten Wildvögeln. Für Geflügelhalter in Niederösterreich gilt daher erhöhte Vorsicht.

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