Steuervorteil

15.000 Euro – neuer Bonus für alle, die länger arbeiten

Wer im Pensionsalter im Job bleibt, profitiert ab 2027 von Finanz-Vorteilen. Regierung stellt Gesetzespaket fürs Arbeiten im Alter am 15. April vor.
Angela Sellner
15.04.2026, 05:18
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Wer nach Erreichen des Regelpensionsalters weiter arbeitet, soll ab 2027 finanziell besser aussteigen. Bisher lohnte es sich wegen hoher Steuern für viele kaum, länger im Job zu bleiben.

Angesichts des demographischen Wandels – die Bevölkerung wird immer älter, damit steigt die Zahl der Pensionisten, während gleichzeitig wenige Junge nachkommen – braucht Österreich ein Rezept, um das Sozial- und Pensionssystem nachhaltig abzusichern. Die Zauberformel: länger arbeiten.

Mehr Netto in der Tasche

Am gesetzlichen Pensionsantrittsalter rüttelt die Regierung vorerst nicht. Aber es soll den Menschen schmackhaft gemacht werden, im Alter in Beschäftigung zu bleiben – indem sie dann deutlich mehr Netto in der Tasche haben als bisher.

Eine entsprechende Gesetzesvorlage soll nach "Heute"-Informationen am Mittwoch in Begutachtung geschickt werden. Präsentiert werden soll das Paket nach dem Ministerrat am 15. April.

Während im Regierungsprogramm von Schwarz-Rot-Pink noch von einer "Flat-Tax" die Rede war, mit der arbeitende Pensionisten auf ihren Zuverdienst nur 25 Prozent Steuern hätten zahlen sollen, schaltete man inzwischen auf eine Schmalspur-Variante zurück.

Steuerfreibetrag

Kernpunkt der bereits im Ministerrat vom 17.12. 2025 auf den Weg gebrachten Regelung für die Erwerbstätigkeit im Alter ist ein Steuerfreibetrag von bis zu 15.000 Euro im Jahr – für Menschen, die bereits im Regelpensionsalter sind und trotzdem weiterarbeiten. Egal, ob sie ihre Pension schon beziehen oder den Antritt aufschieben. Das entspricht umgerechnet 1.250 Euro pro Monat, die steuerfrei bleiben sollen.

Gelten soll das ab 1. Jänner 2027. Trotz des Sparzwangs bestätigte Finanzminister Markus Marterbauer (SPÖ) erst vor Kurzem, dass die Maßnahmen zur Entlastung älterer Arbeitnehmer im Doppelbudget 2027/28 fix enthalten seien.

Zusätzlich zum Steuerbonus hatte Bundeskanzler Christian Stocker (ÖVP) bereits im Dezember angekündigt, dass für "alle Erwerbstätigen im Regelpensionsalter die Dienstnehmerbeiträge zur Pensionsversicherung gestrichen werden".

Das soll sowohl für Arbeitnehmer als auch für Selbstständige gelten. Damit würde Arbeit im Alter nicht nur bei der Steuer, sondern auch bei den Abgaben attraktiver.

"Wir schaffen mehr Leistungsgerechtigkeit für die Österreicherinnen und Österreicher und setzen gleichzeitig einen wichtigen Impuls für den Aufschwung unseres Landes", erklärte Stocker damals.

Anreize für Unternehmen

Seither wurden dem Vernehmen nach noch einige Details des Pakets konkretisiert. Und: Die Regierung dürfte auch Anreize für Unternehmen planen, die gezielt ältere Arbeitnehmer beschäftigen. Eine verpflichtende Älteren-Quote, wie sie Arbeitsministerin Korinna Schumann (SPÖ) ins Spiel gebracht hatte, soll vom Tisch sein, ist zu hören.

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