Nach dem Bahnchaos in Wr. Neustadt laufen die Untersuchungen: 21 abgestellte Güterwaggons eines Zugverbands hatten sich in der Nacht auf Montag selbstständig gemacht, zwei Waggons entgleisten beim Aufprall auf den Oberleitungsmast, der dabei beschädigt wurde. Der Bahnhof musste aus Sicherheitsgründen stromlos geschaltet werden.
Nun prüfen die ÖBB, ob beim Abstellen der Waggons alle Sicherheitsvorschriften eingehalten wurden. Laut einem Sprecher sind dafür Bremsvorrichtungen und sogenannte Hemmschuhe vorgesehen, die ein Wegrollen verhindern sollen.
Zehn Hemmschuhe seien laut "Kurier" sichergestellt worden, dennoch rollten die Waggons davon. Ob ein technischer Defekt oder menschliches Versagen hinter dem Vorfall steckt, ist noch offen. Ein Abschlussbericht soll Klarheit bringen.
Seit Montagnachmittag sind neun der zehn Bahnhofsgleise wieder in Betrieb. Lediglich Gleis 1 bleibt gesperrt. Auf der Aspangbahn zwischen Wiener Neustadt und Lanzenkirchen fahren deshalb weiterhin Ersatzbusse.
Die ÖBB wollen auch ihr Krisenmanagement evaluieren, nachdem es Kritik an der Kommunikation gegeben hatte. Verletzt wurde bei dem Zwischenfall niemand.
"Die ÖBB muss schleunigst wieder auf Schiene kommen", kritisierte indes die FPÖ den Vorfall.