Gleich elf Personen wurden am Dienstagnachmittag abgeschoben. Organisiert wurde die Rückführung von Österreich, Zielland war Kroatien.
Konkret handelte es sich dabei um eine sogenannte "Charter-Abschiebung". Dabei werden illegal aufhältige Personen in jenes Land abgeschoben, in dem sie den ersten Asylantrag gestellt haben und dann weitergereist sind. Österreich hat in diesen Fällen nämlich keine Zuständigkeit, informiert das Innenministerium am Mittwoch.
"Abschiebungen sind notwendig, ob zurück in die Herkunftsländer oder auch zurück in andere europäische Länder, wenn Österreich nicht zuständig ist", stellt Innenminister Gerhard Karner (ÖVP) klar.
Unter den abgeschobenen Personen befanden sich fünf Männer und sechs Frauen. Dabei wurden sechs Personen zwangsweise und fünf Personen freiwillig nach Kroatien gebracht.
Die freiwillige Ausreise betrifft eine fünfköpfige türkische Familie, die aufgrund illegalen Aufenthalts ausreisen musste. Österreich forciert freiwilligen Ausreisen, weil diese wesentlich kostengünstiger sind als zwangsweise Außerlandesbringungen, so das Innenministerium.
Weitere sechs Personen wurden im Zuge der Charter-Operation zwangsweise abgeschoben. Darunter befanden sich: ein Afghane (32 Jahre), ein Türke (35 Jahre), eine Chinesin (35 Jahre), eine in Österreich wegen gewerbsmäßigen Diebstahls rechtskräftig verurteilte Russin (51 Jahre), ein Russe (18 Jahre) und ein in Deutschland wegen Diebstahls mit Waffe, Körperverletzung und schweren Diebstahls verurteilter Aserbaidschaner (38 Jahre).
"Alleine in diesem Jahr mussten im Durchschnitt rund 35 Personen pro Tag Österreich verlassen, weil sie illegal aufhältig waren oder straffällig geworden sind. Diesen strengen, harten und damit auch gerechten Weg werden wir weiter unbeirrt fortsetzen", betont Innenminister Gerhard Karner.