Das Geburtsdatum verrät, wie viele Jahre du auf dem Buckel hast. Wie fit dein Körper tatsächlich noch ist, steht allerdings auf keinem Ausweis. Denn Kraft, Gleichgewicht und Koordination können eine ganz andere Geschichte erzählen.
Drei erstaunlich einfache Alltagsaufgaben geben Hinweise darauf, wie gut dein Körper noch in Schuss ist. Und für den kleinen Selbstcheck brauchst du weder Fitnessstudio noch teure Geräte.
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Länger leben: Was wirklich wirkt – und was nur Hype ist
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1
Du kannst noch richtig kräftig zupacken
Ein festes Händeschütteln allein macht dich natürlich nicht jünger. Dennoch gilt die Griffkraft in der Forschung als einfacher Marker für die allgemeine Muskelkraft und körperliche Leistungsfähigkeit. Große Untersuchungen zeigen, dass eine schwächere Griffkraft mit zunehmendem Alter häufiger vorkommt und mit verschiedenen ungünstigen Gesundheitsverläufen verbunden ist. Gemessen wird sie wissenschaftlich allerdings mit einem Dynamometer – nicht danach, ob du ein besonders widerspenstiges Marmeladenglas aufbekommst.
2
Du stehst sicher auf einem Bein
Socken im Stehen anziehen, auf einem Bein die Schuhe wechseln oder kurz das Gleichgewicht halten: Was banal klingt, fordert gleich mehrere Systeme im Körper. Für einen stabilen Einbeinstand müssen Muskeln, Gelenke, Augen, Innenohr und Nervensystem zusammenspielen – diese Balance kann mit zunehmendem Alter schwieriger werden. Studien bringen eine schlechtere Gleichgewichtsfähigkeit bei Erwachsenen mittleren und höheren Alters zudem mit ungünstigeren Gesundheitsparametern in Verbindung.
3
Du kannst gehen & gleichzeitig denken
Spazieren und dabei rückwärts zählen, sich unterhalten oder im Kopf eine kleine Aufgabe lösen: Gehen und Denken gleichzeitig verlangt deinem Gehirn und deinem Körper mehr ab, als du vielleicht vermutest. In der Forschung werden solche Übungen als "Dual-Task"-Tests bezeichnet. Dabei wird untersucht, wie gut jemand eine motorische und eine kognitive Aufgabe gleichzeitig bewältigt. Gerade mit zunehmendem Alter kann sich zeigen, dass das Gehen langsamer oder unsicherer wird, sobald das Gehirn parallel gefordert ist.
Drei Übungen sind keine Altersdiagnose
Kräftig zugreifen, sicher auf einem Bein stehen und beim Gehen gleichzeitig den Kopf beschäftigen: Wer diese Dinge mühelos schafft, verfügt über Fähigkeiten, die für gesundes Altern wichtig sind.
Ein wissenschaftlich bestimmtes "Körperalter" lässt sich daraus allerdings nicht ableiten. Dafür spielen viel zu viele Faktoren eine Rolle – von Muskelmasse und Herz-Kreislauf-Fitness bis zu Erkrankungen, Genetik und Lebensstil. Die drei kleinen Checks können dir aber zeigen, wo du im Alltag stehst.