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Deshalb sind Zweitgeborene meist erfolgloser im Leben

Eine Studie ergab interessante Statistiken, dass es die erstgeborenen Kinder meistens leichter im Leben haben und auch erfolgreicher sind.
Heute Life
10.07.2026, 15:38
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Wer als zweites Kind geboren wird, hat es im Leben statistisch häufig etwas schwerer. Das legen mehrere internationale Studien nahe. Demnach erreichen Erstgeborene im Durchschnitt höhere Bildungsabschlüsse, verdienen später mehr Geld und sind häufiger in Führungspositionen zu finden. Doch woran liegt das?

Forscher beschäftigen sich bereits seit Jahren mit dem Einfluss der Geburtsreihenfolge auf den späteren Lebensweg. Besonders umfangreiche Untersuchungen aus Norwegen, Schweden und Dänemark kommen immer wieder zu einem ähnlichen Ergebnis: Erstgeborene schneiden bei Schulbildung, Einkommen und bestimmten Persönlichkeitseigenschaften im Durchschnitt besser ab als ihre jüngeren Geschwister.

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Auch kränker im ersten Lebensjahr

Eine aktuelle Untersuchung aus Dänemark liefert nun einen weiteren möglichen Erklärungsansatz. Die Wissenschaftler fanden heraus, dass zweitgeborene Kinder im ersten Lebensjahr deutlich häufiger schwere Atemwegsinfektionen erleiden. Der Grund: Ältere Geschwister bringen Viren aus Kindergarten oder Schule mit nach Hause. Diese frühen Erkrankungen könnten die körperliche und geistige Entwicklung beeinflussen und langfristig Auswirkungen auf Bildung und Einkommen haben. Die Forscher schätzen, dass dieser Faktor einen Teil des späteren Einkommensunterschieds erklären könnte.

So baden Kinder hautfreundlich:

Eltern investieren mehr Zeit

Neben gesundheitlichen Aspekten vermuten Experten aber vor allem familiäre Ursachen. Das erste Kind erhält in den ersten Lebensjahren die ungeteilte Aufmerksamkeit der Eltern. Es wird häufiger vorgelesen, intensiver gefördert und verbringt mehr Zeit allein mit Mutter oder Vater. Mit jedem weiteren Kind müssen Zeit und Ressourcen dagegen aufgeteilt werden.

Auch die Erwartungen der Eltern unterscheiden sich häufig. Erstgeborene übernehmen oft früh Verantwortung für ihre jüngeren Geschwister. Das kann Eigenschaften wie Gewissenhaftigkeit, Organisationstalent und Führungsqualitäten fördern – Fähigkeiten, die sich später auch im Berufsleben auszahlen können.

Genetisch gibt es keine Vor- oder Nachteile

Interessant ist, dass die Unterschiede offenbar nicht angeboren sind. Eine norwegische Studie zeigt, dass Erst- und Zweitgeborene genetisch keine Unterschiede aufweisen, die ihre späteren Bildungsleistungen erklären könnten. Vielmehr entstehen die Effekte erst nach der Geburt – durch das familiäre Umfeld und die unterschiedlichen Erfahrungen innerhalb der Familie.

Die Forscher betonen allerdings, dass es sich um Durchschnittswerte handelt. Die Unterschiede zwischen Erst- und Zweitgeborenen sind insgesamt eher klein und erlauben keine Aussagen über einzelne Menschen. Viele zweit- oder drittgeborene Kinder sind selbstverständlich äußerst erfolgreich – ebenso gibt es Erstgeborene, die keinen akademischen oder beruflichen Spitzenweg einschlagen.

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