Kein Schnäppchen!

Flasche Wein um 2 Euro im Supermarkt ist frustrierend

Für Wertschöpfung mit Wertschätzung tritt "Heute"-Kolumnist Herbert Oschep in "Glasweise serviert" ein. Seine vinophilen Gedanken zu Silvester.
Herbert Oschep
31.12.2025, 10:05
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Ein paar letzte vinophile Gedanken aus dem Jahr 2025, die hoffentlich mit voller Energie ins neue Jahr rüberhüpfen: In meiner idealen Gesellschaftsordnung gehen Wertschätzung und Wertschöpfung immer Hand in Hand. Doch die Realität sieht oft anders aus.

2-€-Wein frustrierend

Traubenpreise um 40 Cent pro Kilo oder eine Flasche Wein um weniger als 2 Euro im Supermarktregal sind kein Schnäppchen – sie sind frustrierend für eine ganze Branche, die mit Herzblut und harter Arbeit Qualität liefert. Respekt vor regionalen Produkten, vor unseren landwirtschaftlichen Produzenten und vor der lokalen Weintradition sollten eine Selbstverständlichkeit sein und selbstbewusst gelebt werden.

Neu in "Heute": Glasweise serviert

Ab sofort schenkt Ihnen der Geschäftsführer der neu gegründeten Weintourismus Burgenland GmbH regelmäßig freitags an dieser Stelle ein. "Die Weinwirtschaft spielt für das Burgenland eine zentrale Rolle", so Oschep. Gemeinsam mit "Heute" wird er sein "Herzensthema" einem breiten Publikum bekannt machen und erlesene Tropfen vorstellen.

Die Weinwirtschaft ist schließlich weit mehr als nur ein Wirtschaftszweig: Sie ist bedeutender Arbeitgeber, weintouristischer Motor, identitätsstiftend und ein großartiger Markenbotschafter für unser Burgenland zugleich.

Den fünffachen Preis zahlt niemand

Wenn in einigen Bereichen die Wertschöpfungskette erst im Handel beginnt, anstatt beim Weinbauern auf dem Hof, dann läuft etwas fundamental falsch. Zudem machen wir uns das Leben in der Branche mit wilden Kalkulationen in der Gastronomie zusätzlich schwer. Das ist ausdrücklich keine Pauschalkritik, denn viele Wirte wissen sehr wohl, dass der Kunde nicht bereit ist, einen fünffachen Ab-Hof-Preis zu bezahlen. Einige leider noch nicht.

Somit ist mein Appell für 2026 sonnenklar: Zusammenhalt – Fairness – Wertschätzung! Nur wenn wir uns gegenseitig stützen und den Wert unserer Arbeit selbstbewusst vertreten, bleibt das Burgenland die Erfolgsgeschichte, die es heute ist. Ich wünsche euch allen alles erdenklich Gute für 2026, viel Glück, Gesundheit und natürlich viele genussvolle Momente.

Ein perfekter Blaufränkisch für 2026

Prost auf ein starkes gemeinsames Jahr – mit folgender Empfehlung am Silvester-Tag:

Blaufränkisch Burgenland 2022 vom Weingut Rosi Schuster. Hannes Schuster ist, man kann es nicht anders sagen, ein Perfektionist. Seine Leidenschaft ist die Begleitung der Reben im Weingarten. Dieser Blaufränkisch ist einfach himmlisch und der perfekte Begleiter ins neue Jahr. Danke, lieber Hannes!

Oscheps GLASifizierung: ★★★★★

{title && {title} } ho, {title && {title} } Akt. 31.12.2025, 10:53, 31.12.2025, 10:05
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