Das Gehalt spielt bei der Jobwahl eine große Rolle. Doch in welchen Branchen verdient man am meisten und in welchen Bundesländern bzw. Städten wohnen die Gagen-Kaiser? Mit diesen Fragen beschäftigt sich der jährliche anonyme Gehaltscheck der Arbeitgeber-Vergleichsplattform kununu.
Demnach verdiente der durchschnittliche Österreicher im Jahr 2025 51.185 Euro brutto. Besonders gut bezahlt waren Jobs in der IT-Branche. Hier betrug das Brutto-Jahresgehalt im Durchschnitt 62.673 Euro. Bereits im Jahr davor hatte der IT-Sektor das Feld mit einem Durchschnittsjahresgehalt von 58.919 Euro angeführt.
Über hohe Brutto-Gehälter durften sich auch Beschäftigte im Bankwesen (58.660 Euro) und im Energie-Sektor (58.231 Euro) freuen. Mit durchschnittlich 57.695 Euro pro Jahr verdienten auch Angestellte in der Forschung/Entwicklung ein ordentliches Gehalt. Komplettiert werden die Top 5 im Gehaltscheck von Mitarbeitern im Maschinenbau (56.699 Euro).
Obwohl die IT Spitzengehälter zahlt, stellte sie nur den zweiten Platz in der Job-Wertung. In der Branche schnitten vor allem Softwarearchitekten besonders gut ab. Sie durften sich 2025 über ein durchschnittliches Brutto-Jahresgehalt von 82.561 Euro freuen. Damit verdienten sie jedoch deutlich weniger als Ärzte (95.224 Euro). Dahinter landeten Manager (77.024 Euro), Product-Owner (73.965 Euro) und Key-Account-Manager (72.634 Euro).
Vergleicht man die Gehälter nach den heimischen Bundesländern, so fällt auf, dass die Gehälter in Wien am höchsten sind. Der Durchschnittswiener verdiente 2025 ein Brutto-Jahresgehalt von 53.293 Euro. Mehr als der durchschnittliche Österreicher verdienten in den vergangenen zwölf Monaten auch Vorarlberger (52.740 Euro) und Oberösterreicher (51.461 Euro).
Auf Rang vier landeten die Salzburger mit einem durchschnittlichen Brutto-Jahresgehalt von 49.891 Euro. Obwohl Wien im Bundesländer-Vergleich die Nase vorn hatte, holte man im Städte-Vergleich nur den zweiten Platz. Die Linzer verdienten im Schnitt noch 37 Euro mehr (53.330 Euro). Hinter Linz und Wien folgten Villach (51.905 Euro), Graz (51.817 Euro) und Salzburg (51.179 Euro).
Besonders stark wirkten sich auf die Höhe der Gehälter Berufserfahrung, Personalverantwortung und auch das Geschlecht aus. Mit null bis drei Jahren Berufserfahrung beträgt das Durchschnittsgehalt 43.456 Euro, mit drei bis sechs Jahren 49.633 Euro, mit sechs bis zehn Jahren 54.812 Euro, mit über zehn Jahren 61.815 Euro.
Den größten Entgeltzuwachs über diesen Zeitraum beansprucht mit 41 Prozent das Bankwesen für sich (von 45.122 Euro auf 63.599 Euro). Berufseinsteiger verdienen hingegen am besten in Forschung/Entwicklung (50.190 Euro), IT (49.899 Euro), Maschinenbau (48.982 Euro), Energie (48.396 Euro) und Industrie (48.174 Euro).
Wie schon bei der Berufserfahrung zahlt sich auch Personalverantwortung im Bankwesen am meisten aus. Hier sei laut der aktuellen Statistik ein Gehaltsanstieg von 58 Prozent möglich (von 54.212 auf 85.623 Euro). Der durchschnittliche Gehaltsanstieg in allen Branchen beträgt derzeit etwa 27 Prozent.
Sehr stark machte sich 2025 auch der Unterschied bei den Geschlechtern bemerkbar. Männer erhielten durchschnittlich 16,03 Prozent mehr als Kolleginnen. In konkreten Zahlen bemessen verdienten Männer im Vorjahr 54.424 Euro brutto. Frauen hingegen bekamen im Schnitt nur 45.699 Euro.
"Wir sind davon überzeugt, dass Gehaltstransparenz den Prozess hin zu Geschlechtergerechtigkeit in der Arbeitswelt deutlich beschleunigen kann", sagte der Leiter der externen Kommunikation bei kununu, Dario Wilding. Als Beispiel hierfür nannte er die Entgelttransparenzrichtlinie der EU. "Bis sie entsprechend optimiert sind und tatsächlich greifen, können jedoch Jahre, wenn nicht Jahrzehnte vergehen", so der Ausblick von Wilding.