"Kärntnerhof" ist pleite

Insolvenz zwingt beliebtes Glockner-Hotel zum Aus

Der "Kärntnerhof" am Fuße des Großglockner (K) ist insolvent. Der Betrieb steht bereits seit Juli still und soll nicht mehr geöffnet werden.
Österreich Heute
30.09.2026, 18:42
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Die nächste Insolvenz trifft einen heimischen Beherbergungsbetrieb: Über den "Kärntnerhof" in Heiligenblut am Großglockner wurde am Landesgericht Klagenfurt ein Konkursverfahren eröffnet.

Das gab der Alpenländische Kreditorenverband bekannt.

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Die dazugehörende Gesellschaft hat nach Angaben im Insolvenzantrag Verbindlichkeiten von rund 177.000 Euro. Dem stehen Vermögenswerte von etwa 63.000 Euro gegenüber. Daraus ergibt sich eine Überschuldung in Höhe von rund 114.000 Euro. Betroffen sind etwa 20 Gläubiger.

Hotel und Restaurant bereits geschlossen

Die GmbH betrieb in Heiligenblut ein Hotel mit angeschlossenem Restaurant. Das Gastgewerbe wurde bereits Mitte Juli beim zuständigen Gewerbeamt abgemeldet. Seither werden in dem Unternehmen keine Gäste mehr beherbergt oder bewirtet.

Eine Wiedereröffnung ist nicht vorgesehen. Nach den vorliegenden Informationen soll der Betrieb nicht fortgeführt werden. Im Konkursverfahren wird stattdessen eine geordnete Verwertung des noch vorhandenen Vermögens angestrebt.

Vertragspartner kündigte Zusammenarbeit

Als Grund für den finanziellen Absturz nennt das Unternehmen mehrere unerwartete Entwicklungen und daraus entstandene Geldprobleme. Eine entscheidende Rolle spielte demnach das Ende der Zusammenarbeit mit der Key One betriebs GmbH.

Im Winter war der "Kärntnerhof" Sammelpunkt vieler Skiläufer. Für Entspannung sorgte der Pool.
Facebook / Hotel Kärntnerhof Heiligenblut

Zwischen den beiden Gesellschaften bestanden vertragliche Vereinbarungen über den Frühstücksbetrieb und eine Unterpacht. Diese wurden laut Insolvenzantrag von der Key One betriebs GmbH gekündigt. Gleichzeitig sei die Kärntnerhof GmbH aufgefordert worden, die Betriebsräume mit sofortiger Wirkung zu räumen.

Damit brach ein wesentlicher Teil der vorgesehenen Geschäftstätigkeit weg. Der Hotel- und Restaurantbetrieb wurde in der Folge Mitte Juli eingestellt.

Offene Rechnungen verschärften Geldprobleme

Zusätzlich blieben nach Angaben des Unternehmens erhebliche Forderungen unbezahlt. Dabei soll es um Bewirtungsleistungen aus den Jahren 2025 und 2026 gehen. Die ausbleibenden Zahlungen führten demnach zu hohen Ausfällen und verschärften die bereits angespannte finanzielle Lage.

Nun muss im Konkursverfahren geprüft werden, welche Ansprüche tatsächlich bestehen und welches Vermögen noch verwertet werden kann.

red,30.09.2026, 18:42
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