Die Preisdiskussion zwischen Österreich und Deutschland ist um eine Facette reicher: Während nämlich im Lebensmittelhandel teils drastische Unterschiede für Ärger sorgen, belegt eine aktuelle Analyse von Geizhals.at, dass Konsumgüter hierzulande nur geringfügig teurer sind. Der durchschnittliche Aufschlag beträgt demnach lediglich 2,5 Prozent. Untersucht wurden die 10.000 beliebtesten Produkte der Preisvergleichsplattform vom 10. September – darunter nicht nur Elektronik wie Hardware, Smartphones oder TV-Geräte, sondern auch Alltagskategorien wie Haushalt, Spielzeug, Sport und Freizeit oder Baumarkt und Garten.
Auffällig ist, dass strukturelle Nachteile wie etwa weniger Händler, die höhere Mehrwertsteuer in Österreich oder zusätzliche Aufschläge wie die "Festplattenabgabe" kaum ins Gewicht fallen. "Auch wenn strukturelle Faktoren wie Marktgröße oder zusätzliche Abgaben den Wettbewerb beeinflussen, sehen wir in Österreich über unterschiedliche Produktgruppen hinweg keinen systematischen Preisnachteil", erklärt Geizhals-Vorstand Markus Nigl. Die Preisunterschiede bewegten sich, so Nigl, "im niedrigen einstelligen Bereich und liegen damit deutlich unter dem Niveau, das im Lebensmittelhandel aktuell diskutiert wird". Von einem generellen "Österreich-Aufschlag" könne daher keine Rede sein.
Besonders gering fallen die Aufschläge bei Produktgruppen wie Audio & HiFi, Auto & Motorrad oder Hardware aus. Am deutlichsten zeigt sich die Differenz bei Smartphones – doch selbst dort liegen die Aufschläge weit unter jenen im Lebensmittelbereich. Nigl betont: "Die aktuelle Debatte um Lebensmittelpreise zeigt, wie sensibel der Handel sowie Konsumentinnen und Konsumenten auf mangelnde Transparenz reagieren. Ein Preisvergleich ist ein wichtiges Instrument, um Märkte fairer und nachvollziehbarer zu gestalten. Ob Smartphones oder Butter – wer vergleichen kann, zahlt am Ende weniger."
Insgesamt machen die Ergebnisse laut Geizhals-Aussendung deutlich, dass es in Österreich bei Konsumgütern keinen pauschalen Preisnachteil gibt. Die festgestellten Abweichungen würden sich im überschaubaren Rahmen bewegen und wären weit entfernt von den hohen Aufschlägen im Lebensmittelhandel.