Nach Wahlsieg

"Können profitieren" – AfD trifft FPÖ in Wien

Eine AfD-Delegation aus Sachsen-Anhalt reist am Dienstag nach Wien. Dort sind Gespräche mit Vertretern der FPÖ geplant.
Newsdesk Heute
22.09.2026, 13:17
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Nach ihrem Wahlsieg in Sachsen-Anhalt sucht die AfD den Austausch mit der FPÖ. Eine Delegation der Landespartei reist am Dienstag nach Wien, um Vertreter der Freiheitlichen zu treffen. Öffentliche Medientermine sind dabei nicht vorgesehen.

Ein FPÖ-Sprecher bestätigte den Besuch. Medienberichten zufolge soll auch Ulrich Siegmund, Spitzenkandidat der AfD bei der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt, Teil der Delegation sein.

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AfD will von FPÖ lernen

Ebenfalls nach Wien reisen wollten der Parlamentarische Geschäftsführer der AfD-Landtagsfraktion, Tobias Rausch, und Landeschef Martin Reichardt. Der Austausch mit der FPÖ hatte laut Rausch bereits zu Beginn des Jahres begonnen.

"Von den politischen Erfahrungen der FPÖ können wir sicherlich profitieren", sagte Rausch der "Magdeburger Volksstimme".

Gegenüber der Deutschen Presse-Agentur erklärte er mit Blick auf mögliche Regierungsverantwortung: "Wer Regierungsverantwortung übernehmen will, muss vorbereitet sein." Die FPÖ habe aus seiner Sicht gezeigt, wie eine Partei auch während einer Regierungsbeteiligung an ihren politischen Grundsätzen festhalten könne.

AfD fehlen drei Mandate zur Mehrheit

Bei der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt am 6. September wurde die AfD stärkste Kraft, erreichte jedoch keine absolute Mehrheit. Von insgesamt 83 Abgeordneten stellt sie 39. Für eine Mehrheit fehlen ihr damit drei Mandate.

Das BSW verfügt über fünf Abgeordnete. Während CDU, Linke, Grüne und SPD eine Zusammenarbeit mit der AfD ausschließen, tut dies das BSW nicht kategorisch. Vertreter beider Parteien führen derzeit Gespräche darüber, ob eine Zusammenarbeit möglich ist.

Aus der AfD-Bundesspitze hieß es am Montag, Siegmund könnte noch vor Weihnachten zum Ministerpräsidenten gewählt werden.

FPÖ und AfD in unterschiedlichen EU-Fraktionen

Trotz des Austauschs gehören FPÖ und AfD im Europäischen Parlament unterschiedlichen Fraktionen an. Die Freiheitlichen sind Teil der "Patrioten für Europa" (PfE), die AfD gehört der Fraktion ESN ("Europa der Souveränen Nationen") an.

FPÖ-Chef Herbert Kickl hatte im ORF-Sommergespräch zudem bestritten, dass es sich bei FPÖ und AfD auf europäischer Ebene um Schwesterparteien handle. Zuvor war er auf die AfD-Forderung "60 Millionen sind genug" zur deutschen Wohnbevölkerung angesprochen worden.

Kickl gratulierte zu Wahlerfolgen

Zu den jüngsten Wahlergebnissen der AfD in Deutschland äußerte sich Kickl hingegen positiv. Nach den Wahlen in Berlin und Mecklenburg-Vorpommern übermittelte er der Partei am Sonntagabend eine "herzliche Gratulation".

Die AfD habe mit ihren Wahlerfolgen "eindrucksvoll bewiesen, dass sie die CDU als bestimmende konservative Volkspartei abgelöst hat", erklärte der FPÖ-Chef.

red,22.09.2026, 13:17
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