Heute (16. Oktober) veranstaltet "Fridays for Future" einen österreichweiten Aktionstag.
Demonstrationen sind in Wien, Graz, Salzburg, Linz, Innsbruck, Bregenz und Klagenfurt angekündigt. Vor allem am Nachmittag kann es deshalb auf wichtigen Straßen zu Verzögerungen kommen.
Besonders starke Auswirkungen erwartet der ÖAMTC in Wien und Graz. Die Verkehrsteilnehmer sollten mehr Zeit einplanen, die betroffenen Gebiete möglichst großräumig umfahren oder auf andere Verkehrsmittel ausweichen.
In Wien treffen sich die Demonstrierenden ab 14 Uhr im Bereich der Prater Hauptallee bei der Kreuzung mit dem Praterstern. Der Protestzug soll gegen 15 Uhr starten. Laut Anmeldung werden rund 4.000 Menschen erwartet.
Die Route führt über den Praterstern, die Praterstraße, die Aspernbrückengasse und die Aspernbrücke zum Julius-Raab-Platz. Anschließend geht es über die Ringstraße bis zum Maria-Theresien-Platz. Das Ende ist gegen 17 Uhr vorgesehen.
Entlang der Strecke richtet die Polizei bei Bedarf vorübergehende Sperren und Umleitungen ein. Staus werden unter anderem am Praterstern, auf der Praterstraße, am Franz-Josefs-Kai und auf der Ringstraße erwartet. Auch Schwarzenbergplatz, Karlsplatz, die Zweierlinie sowie Zufahrten wie Rennweg und Prinz-Eugen-Straße können betroffen sein.
Einschränkungen gibt es auch bei den Wiener Linien. Bei den Linien D, O, 1, 2, 5, 71, 5A, 74A, 80A und 5B sind Umleitungen oder verkürzte Strecken möglich. Der ÖAMTC empfiehlt für Wege in die Innenstadt die U-Bahn.
In Graz hatte im Vorfeld vor allem die geplante Fahrt über die Pyhrn Autobahn für Aufsehen gesorgt. Diese Route wurde jedoch geändert. Laut Polizei wird die Fahrraddemonstration nicht über die A9 geführt.
Die Teilnehmer versammeln sich gegen 15.30 Uhr am Europaplatz. Ab etwa 16.45 Uhr fahren sie Richtung Puntigam und anschließend über den Weblinger Gürtel zum Verteilerkreis Webling. Der Knoten wird für die Demonstration vorübergehend gesperrt.
Danach verläuft die Route über die Kärntner Straße, die Lazarettgasse, die Elisabethinergasse, die Volksgartenstraße, den Lendplatz und die Mariahilfer Straße. Gegen 18.15 Uhr soll die Demonstration am Mariahilferplatz enden.
Die Polizei rechnet zwischen 17 und 18.15 Uhr mit Verkehrsbehinderungen. Auch öffentliche Verkehrsmittel können betroffen sein. Laut Veranstaltern werden etwa 500 Teilnehmer erwartet.
Mit dem Protest richtet sich die Klimabewegung gegen den Ausbau der A9 und fordert mehr Investitionen in den öffentlichen Verkehr. Unterstützt wird das Anliegen nach Angaben der Organisatoren von 100 Wissenschaftlern. In einem offenen Brief an Verkehrsminister Peter Hanke verlangen sie, die vorgesehenen 120 Millionen Euro für den Straßenausbau stattdessen in Schienenprojekte zu investieren.
Auch in Salzburg kehrt "Fridays for Future" nach längerer Pause auf die Straße zurück. Mit dem Protest ist zugleich eine Neuaufstellung der Regionalgruppe verbunden. Die letzte größere Demonstration der Bewegung in der Stadt hatte 2024 stattgefunden.
Der Demonstrationszug startet um 16 Uhr am Hauptbahnhof. Von dort führt die Route über den Mirabellplatz und die Staatsbrücke bis zum Residenzplatz. Die Veranstalter rechnen mit 500 bis 1.000 Teilnehmern.
Die Organisatoren fordern unter anderem mehr Wärmedämmung, einen stärkeren Ausbau erneuerbarer Energien, eine Verkehrsstrategie für Salzburg und einen Stopp fossiler Großprojekte. An der Demonstration beteiligt sich auch die pro-palästinensische Gruppe "Voice for Palestine".
In Linz beginnt die Demonstration um 16 Uhr am Pfarrplatz. Der Zug soll über die Pfarrgasse, den Graben und den Taubenmarkt führen. Vor dem Landhaus ist eine Abschlusskundgebung geplant.
In Innsbruck startet der Protest um 15.30 Uhr und endet am Landhausplatz. Die Teilnehmer in Bregenz versammeln sich um 16 Uhr auf dem Kornmarktplatz. Eine genaue Route war vorerst nicht bekannt.
Auch in Klagenfurt müssen sich Verkehrsteilnehmer auf Einschränkungen einstellen. Der Demonstrationszug startet um 14 Uhr am Neuen Platz und führt unter anderem über die Wiesbadener Straße, den Fleischmarkt und die Bahnhofstraße zur Landesregierung. Nach einer Zwischenkundgebung geht es über mehrere Ringstraßen zurück zum Neuen Platz. Das Ende ist gegen 17 Uhr geplant.
Wer am Freitagnachmittag in einer der betroffenen Städte unterwegs ist, sollte sich vor der Abfahrt über die aktuelle Verkehrslage informieren. Auch abseits der unmittelbaren Demonstrationsstrecken können Umleitungen zu Staus führen.