Für Astro-Fans lohnt sich in der Nacht auf Freitag wieder ein Blick in den Himmel: Zum letzten Mal in diesem Jahr - und für eine sehr lange Zeit - wird ein Supermond zu sehen sein. Nach den erdnahen Vollmonden im Oktober und November zeigt sich damit der dritte Supermond in Folge und setzt einen eindrucksvollen Abschluss unter ein mondreiches Jahr.
Übrigens wird der Vollmond im Dezember traditionell als "Kalter Mond", "Frostmond" oder "Julmond" bezeichnet. Der Name "Kalter Mond" stammt aus der nordamerikanischen und europäischen Tradition und verweist auf die frostigen Temperaturen und langen Nächte des Monats. "Julmond" ist eine altdeutsche Bezeichnung, die mit dem heidnischen Julfest zur Wintersonnenwende in Verbindung gebracht wird.
Seinen vollen Glanz erreicht der Supermond am 5. Dezember um exakt 0.14 Uhr. Doch schon Donnerstagabend lohnt sich ein Blick in den Himmel, denn der Mond steigt früh auf und zeigt sich eindrucksvoll am Firmament. Vorausgesetzt, das Wetter spielt mit. Dieses Mal nähert er sich der Erde auf 357.217 Kilometer und ist damit nicht mehr ganz so nah an der Erde wie im November mit 356.979 Kilometern.
Wenn Erde, Sonne und Mond exakt auf einer Linie stehen, wird die Mondscheibe vollständig beleuchtet – ein Moment, der ihn so spektakulär erscheinen lässt. Da der Mond während seiner elliptischen Umlaufbahn besonders erdnah steht, trägt er den populären Namen "Supermond".
Zwar existiert in der astronomischen Fachwelt keine offizielle Definition für einen Supermond, dennoch lassen sich anhand von Berechnungen klare Grenzwerte festlegen. Als Supermond gilt ein Vollmond dann, wenn die Entfernung zur Erde unter 360.000 Kilometer sinkt. Durch diese Nähe wirkt der Mond deutlich größer und bis zu 30 Prozent heller, wie die NASA erklärt. Für das menschliche Auge zeigt sich dieser Effekt besonders beim Auf- und Untergang, wenn der Mond nah über dem Horizont steht.
Wer den Blick in den Himmel wagt, kann in dieser Nacht mehr entdecken als nur den hellen Mond. Der Supermond kommt in Begleitung anderer faszinierender Himmelsobjekte. Mit einem guten Teleskop und einem dunklen Standort lässt sich Uranus als leicht grünlich schimmernde Scheibe erkennen. Außerdem stehen die Plejaden, auch bekannt als die sieben Schwestern, strahlend im Sternbild Stier. Unterhalb des Vollmondes zieht zudem Jupiter seine Bahn und bietet mit seinen hellen Lichtpunkten ein weiteres Highlight.
Für alle, die dieses Ereignis verpassen, heißt es geduldig warten. Nach dem Supermond-reichen Jahr 2025 erscheint der nächste erst 2026 – und das genau am 24. Dezember. Erst dann steht der Vollmond wieder so nah an der Erde, dass er die Bezeichnung Supermond verdient. Bis dahin bleibt der Dezembermond 2025 ein eindrucksvoller Abschluss eines außergewöhnlichen Astronomiejahres.