Tourismus im Fokus

Ministerrat: Das ist das erste Regierungs-Paket 2026

Extra-Million für Skiurlaubs-Werbung bei Olympia, Modernisierung der Gästestatistik, mehr Ganzjahresjobs – 1. Ministerrat 2026 will Tourismus stärken.
Angela Sellner
07.01.2026, 07:00
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Urlaub in Österreich ist gefragt wie nie, die Buchungen für die aktuelle Wintersaison sind auf Rekordniveau. Der Tourismus ist einer der wichtigsten Wirtschaftszweige hierzulande, die Branche steht aber vor ziemlichen Herausforderungen – von Personalmangel bis zu hohen Energiepreisen.

Zum Start ins Polit-Jahr 2026 (das den Aufschwung bringen soll) hat sich die Regierung daher stärkende Vorhaben für den Tourismus auf die Agenda gesetzt. Ein entsprechendes Paket soll im ersten Ministerrat am 7. Jänner auf den Weg gebracht werden.

Stärkung des Tourismus

Zwar hatte Schwarz-Rot-Pink bereits im Vorjahr unterstützende Maßnahmen für den Tourismus beschlossen – darunter die Erhöhung des Saisonkontingents, eine neue Trinkgeldregelung sowie die Wiedereinführung der Steuerbefreiung für Sonn- und Feiertagsentgelte.

Zum Jahresauftakt steht der Tourismus aber erneut im Fokus; der Ministerrat wird am Mittwochvormittag den Startschuss für eine ganze Reihe weiterer Vorhaben rund um den Tourismus geben. Im Anschluss werden Sozial- und Arbeitsministerin Korinna Schumann (SPÖ), Tourismus-Staatssekretärin Elisabeth Zehetner (ÖVP) und Deregulierungsstaatssekretär Sepp Schellhorn (Neos) das Paket den Medien präsentieren.

Das gleiche Trio war bereits nach dem Ministerrat am 8. Oktober 2025 aufgetreten, um die damals beschlossenen Maßnahmen vorzustellen.

Ziele des erweiterten Pakets: Österreich soll als Destination noch stärker werden, Betriebe will man entlasten – und es sollen wieder mehr Menschen für die Arbeit im Tourismus begeistert werden. Wie "Heute" vorab in Erfahrung brachte, zählen dazu unter anderem folgende Punkte:

"Vision T" bis Sommer

Mit der "Vision T" entwickelt der Bund gemeinsam mit der Branche seit Juni 2025 eine langfristige Strategie mit Blick darauf, welchen konkreten Nutzen der Tourismus für Österreich stiftet. Aktuell werden die bisherigen Ergebnisse ausgewertet, ab März folgen weitere Schritte (etwa ein Jugendgipfel. Im Sommer 2026 soll die neue Strategie für den österreichischen Tourismus stehen.

Extra-Million für Olympia-Auftritt

Wintersportgäste bringen besonders hohe Wertschöpfung. Rund um die Olympischen Winterspiele 2026 in Mailand und Cortina soll Österreich seine Rolle als Skidestination dem Vernehmen nach offensiv ausspielen. Dafür soll die Österreich Werbung ein Sonderbudget von rund einer Million Euro vom Wirtschaftsministerium erhalten.

Statistik modernisieren

Die Erhebung von Nächtigungszahlen soll digitalisiert werden. Man will Synergien mit Meldewesen und Tourismusabgaben nutzen, zusätzlich sollen rechtliche und technische Grundlagen für ein Digitales Gästeblatt als Ersatz für die Papier-Formulare geschaffen werden.

Mehr Ganzjahresjobs

Neben einer Imagekampagne fürs Arbeiten im Tourismus soll eine bundesweite Fachkräftestrategie für die Branche erarbeitet werden, erfuhr "Heute" aus dem Regierungsumfeld. Insbesondere sollen attraktive Ganzjahresarbeitsplätze forciert werden. Ziel: Fachkräfte länger binden, Abhängigkeit von Saisonen verringern und Österreichs Wettbewerbsfähigkeit stärken.

Tourismus und Inflation

Auch die Debatte um Tourismus als "Inflationstreiber" wird aufgegriffen. Gemeinsam mit der Statistik Austria soll geprüft werden, ob Abgrenzung und Gewichtung tourismusrelevanter Positionen im Verbraucherpreisindex noch zeitgemäß sind.

Neuer Fonds: 6,5 Mio. Euro pro Jahr

Fix bleibt es auch bei dem bereits beschlossenen Tourismusbeschäftigtenfonds: 6,5 Millionen Euro jährlich sollen helfen, Arbeitsverhältnisse in der Branche aufzunehmen, abzusichern und zu verfestigen.

{title && {title} } sea, {title && {title} } Akt. 07.01.2026, 10:44, 07.01.2026, 07:00
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