Nach Rücktritt von Weißmann

"Nein!" Neue ORF-Chefin erteilt knallharte Absage

Die neue ORF-Chefin Ingrid Thurnher stellt klar: Die umstrittene Pensionsforderung von Manager Pius Strobl wird der ORF nicht erfüllen. Die Details.
André Wilding
16.03.2026, 06:50
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Im Streit um eine millionenschwere Pensionsvereinbarung bleibt die neue ORF-Generaldirektorin Ingrid Thurnher auf der bisherigen Linie des Senders. Ein spezieller Pensionsvertrag für ORF-Manager Pius Strobl, bei dem es um rund 2,4 Millionen Euro gehen dürfte, wird weiterhin abgelehnt.

"Muss dazu gar nichts unterschreiben"

In einem "Krone"-Interview mit Conny Bischofberger erklärt Thurnher, dass die Vereinbarung bereits vor einigen Jahren juristisch überprüft worden sei. "Von einer Rechtsanwaltskanzlei und einem Universitätsprofessor", sagt sie gegenüber der Tageszeitung.

Das Ergebnis der Prüfung: Der Vertrag sei nicht wirksam zustande gekommen. Daher sieht Thurnher auch keinen Handlungsbedarf. "Ich muss dazu gar nichts unterschreiben", stellt sie in der "Kronen Zeitung" klar. "Der ORF bestreitet diese Ansprüche, daran hat sich nichts geändert."

Pius Strobl: "Werden klagen müssen"

Pius Strobl widerspricht dieser Darstellung. Gegenüber dem "Standard" erklärte der ORF-Manager, dass es aus seiner Sicht keinen Versuch gegeben habe, den Vertrag aufzulösen. Gleichzeitig bestätigte er, dass der ORF seine geforderte Pensionszulage abgelehnt hat.

Für Strobl dürfte der Konflikt daher vor Gericht landen. "Mein Anwalt und ich haben zur Kenntnis genommen, dass ich diese Zusage nach Ablauf meines Dienstvertrags am 31.12.2026 beim Arbeits- und Sozialgericht einklagen werde müssen. Nach Ablauf meines Dienstverhältnisses deshalb, weil erst dann mein Anspruch geltend gemacht werden kann", so Strobl im "Standard".

Turbulente Phase

Der Streit fällt in eine ohnehin turbulente Phase beim ORF. Der Stiftungsrat hatte Ingrid Thurnher am Donnerstag mit der vorläufigen Führung der Geschäfte des Generaldirektors betraut. Ihr Vorgänger Roland Weißmann war zuvor zurückgetreten.

Auslöser waren schwere Vorwürfe gegen ihn: Eine Mitarbeiterin des ORF beschuldigte Weißmann der sexuellen Belästigung. Der ehemalige Generaldirektor weist die Vorwürfe als falsch zurück. In dem Zusammenhang wurde auch darüber spekuliert, ob Pius Strobl in einem näheren Verhältnis zu der betroffenen Mitarbeiterin stehen könnte.

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