Aus für Zuverdienst

Neue AMS-Regel: 10.000 nahmen jetzt Vollzeitjob an

Der Zuverdienst für Arbeitslose wurde gekappt. Statt AMS-Geld plus geringfügigem Job arbeiten seither immer mehr Vollzeit, so Minister Hattmannsdorfer
Angela Sellner
08.07.2026, 16:58
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Seit Jahresbeginn ist der geringfügige Zuverdienst neben dem Arbeitslosengeld weitgehend Geschichte. Denn die Möglichkeit, neben dem Bezug von AMS-Geld oder Notstandshilfe bis zur Geringfügigkeitsgrenze (551,10 Euro brutto monatlich) dazuzuverdienen, wurde von der Regierung per 1. Jänner 2026 massiv eingeschränkt.

Jetzt zeigt eine erste Zwischenbilanz: Die Maßnahme bringt offenbar Bewegung in den Arbeitsmarkt. Ende Mai waren nur noch rund 9.400 Arbeitslose geringfügig beschäftigt. Das sind um circa 18.000 weniger als noch vor einem Jahr.

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Wechsel in reguläre Anstellung

Und: Rund 10.000 Personen haben inzwischen eine Vollzeitstelle angenommen. Auffällig ist, dass davon knapp 4.000 beim selben Arbeitgeber vollversichert angestellt wurden. Besonders in der Gastronomie dürfte es viele Umwandlungen von geringfügigen Jobs in reguläre Anstellungen gegeben haben.

Wirtschaftsminister Wolfgang Hattmannsdorfer (ÖVP) sieht den Kurs der Regierung bestätigt: "Die Zahlen zeigen: Unsere konsequente Linie zahlt sich aus. Wer arbeiten kann, soll nicht dauerhaft in einer Kombination aus Arbeitslosengeld und Zuverdienst hängen bleiben, sondern schneller wieder in echte, vollversicherte Beschäftigung kommen", erklärt er gegenüber "Heute".

Für Hattmannsdorfer sind die 10.000 neuen Vollzeitbeschäftigten auch ein Signal an den Standort: "10.000 zusätzliche Vollzeitjobs zeigen, dass genau das mit einer umsichtigen Arbeitsmarktpolitik gelingen kann – denn Arbeitsmarktpolitik ist immer auch Standortpolitik."

"Leistung muss sich lohnen", lautet das Credo von VP-Minister Hattmannsdorfer.
Sabine Hertel
„Wer arbeiten kann, soll nicht dauerhaft in einer Kombination aus Arbeitslosengeld und Zuverdienst hängen bleiben.“
Wolfgang HattmannsdorferWirtschaftsminister (ÖVP)

Der Minister stellt klar, dass es dabei nicht nur um einzelne Arbeitslose gehe, sondern um ein Grundprinzip am Arbeitsmarkt: Wer arbeiten kann, soll möglichst rasch wieder in Beschäftigung kommen. Gleichzeitig sollen Betriebe leichter zu dringend benötigten Arbeitskräften kommen.

Gerade in Branchen mit Personalmangel ist die Umstellung aus Sicht der Regierung ein wichtiger Hebel. Statt geringfügiger Beschäftigung neben dem Arbeitslosengeld sollen reguläre Jobs entstehen – mit voller Versicherung, mehr Einkommen und besseren Perspektiven für die Betroffenen.

"Für mich ist klar: Leistung muss sich lohnen – wer arbeitet, muss mehr davon haben als jemand, der nicht arbeitet", so Hattmannsdorfer: "Genau diesen Kurs setzen wir fort: mehr Anreize für Arbeit, mehr Fairness im System, weg von Fehlanreizen hin zu mehr Arbeitskräfte für unseren Standort."

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