U-Ausschuss

Pilnacek-Witwe List will Befragung ohne Öffentlichkeit

Vor ihrer Befragung im Pilnacek-U-Ausschuss stellt Caroline List klare Bedingungen. Vor allem ihr Privatleben soll tabu bleiben.
Newsdesk Heute
01.05.2026, 06:57
Hör dir den Artikel an:
00:00 / 02:45
1X
BotTalk
Loading...
Angemeldet als Hier findest du deine letzten Kommentare
Alle Kommentare
Meine Kommentare
Sortieren nach:

Kommentare neu laden
Nach oben

Vor ihrer geplanten Befragung im U-Ausschuss stellt Caroline List klare Bedingungen – vor allem zum Schutz ihrer Privatsphäre.

Die Witwe des verstorbenen Justiz-Sektionschefs Christian Pilnacek hat beantragt, dass die Öffentlichkeit bei ihrer Einvernahme ausgeschlossen wird. Sollte dies nicht erfolgen, verlangt sie laut einem Schreiben ihres Anwalts an den Vorsitz, dass Fragen zu ihrer Ehe und ihrem Privatleben von vornherein untersagt werden.

Schutz der Privatsphäre

Begründet wird der Antrag mit den "besonders schutzwürdigen Interessen" Lists. Sie habe bereits mehrfach versucht, nicht zum Gegenstand öffentlicher Diskussionen und Spekulationen über ihre Ehe und ihr Privatleben zu werden. Zudem wolle sie im Vorfeld der Befragung am kommenden Donnerstag keine Medienanfragen beantworten.

Alternativ fordert ihr Anwalt, dass zu Beginn der Befragung klargestellt wird, dass Fragen zur Ehe, zum Zustand der Beziehung sowie zu privaten Details – etwa Zukunftsplänen – "nicht zulässig sind". Auch Medienvertreter sollen darüber nicht berichten. Schon allein entsprechende Fragen und deren Berichterstattung "in diversen Livetickern" würden "zu einer Verletzung der Privatsphäre unserer Mandantin führen".

"Private Auskunftsperson"

Ein weiterer Punkt: List sei keine politische Funktionsträgerin, sondern trete als Witwe und "private Auskunftsperson" auf. Daraus ergebe sich laut Verfahrensordnung keine öffentliche Rolle.

Die zu erwartenden Fragen würden sich laut Anwalt stark auf persönliche Aspekte beziehen – darunter die Zeit rund um den Tod ihres Mannes, private Kommunikation und Datenträger sowie das engste Familienleben.

Belastung nach Todesfall

Zusätzlich wird auf die persönliche Situation verwiesen: List habe die Zeit nach dem Tod ihres Ehemannes "in einem schweren Schock- und Trauerzustand" erlebt. Eine öffentliche Befragung würde diese Belastung weiter verstärken und den Schutz ihrer Privatsphäre sowie jener ihrer Angehörigen beeinträchtigen.

{title && {title} } red, {title && {title} } 02.05.2026, 06:57
Jetzt E-Paper lesen