Gerichtsakten enthüllen

Todes-Barchef bot Frauen zur Prostitution an

Nach dem tödlichen Brand in Crans-Montana kommen neue Vorwürfe gegen den Barbesitzer ans Licht: Er soll Frauen zur Prostitution angeboten haben.
Newsdesk Heute
09.01.2026, 14:25
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Nach dem tödlichen Brand in einer Bar in Crans-Montana wirft nun ein Blick in die Gerichtsakten eines französischen Prozesses ein düsteres Licht auf den Barbesitzer Jacques Moretti. Dem Mann wird vorgeworfen, in Frankreich Frauen angeworben und sie dann in der Schweiz zur Prostitution gebracht zu haben.

Laut "20 Minuten" liegen der französischen Zeitung Le Figaro nun die damaligen Gerichtsakten vor. Darin steht, dass Moretti junge Frauen rekrutierte und sie – auch in der Schweiz – zur Prostitution anbot. Das Gericht befand ihn der Anklage auf Zuhälterei schuldig.

Massagesalons betrieben

Zwischen Sommer 2004 und Herbst 2005 soll Moretti in La Clusaz, Haute-Savoie, vier junge Frauen, deren Namen bekannt sind, sowie weitere, deren Identität nicht geklärt ist, "zum Zweck der Prostitution" angeworben, ausgebildet und eingesetzt haben. Das Urteil nennt ihn einen Teil einer organisierten Gruppe, die gezielt junge Frauen anwarb und zur Prostitution anbot.

Angeblich bot Moretti die Frauen in mehreren Massagesalons in der Schweiz an. Einen davon, das Rue du Lièvre in Genf, soll er sogar selbst geführt haben. Zwei weitere Salons, in denen er seine Geschäfte betrieb, lagen in Bern und Solothurn. In den Gerichtsakten heißt es, diese wurden von "schweizerischen Zuhältern betrieben, mit denen er in Geschäftsbeziehung stand".

Acht Monate Haft auf Bewährung

Am Ende des Prozesses wurde Moretti von den Vorwürfen im Zusammenhang mit der Schweiz freigesprochen – dort ist Prostitution für Erwachsene erlaubt. Für die Vorwürfe in Frankreich wurde er aber verurteilt. Das Strafmaß: zwölf Monate Haft, davon acht Monate auf Bewährung.

{title && {title} } red, {title && {title} } Akt. 09.01.2026, 16:18, 09.01.2026, 14:25
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