Wenn die Temperaturen selbst nachts kaum noch sinken, wird er für viele zum unverzichtbaren Begleiter: der Ventilator. Die kühle Brise verschafft Erleichterung und soll das Einschlafen erleichtern. Doch was sich in heißen Nächten angenehm anfühlt, kann laut Experten auch unerwünschte Folgen für die Gesundheit haben.
Kühlt zwar – ist aber nicht immer die beste Lösung
Während Hitzewellen immer häufiger werden und viele Wohnungen nachts kaum noch abkühlen, greifen zahlreiche Menschen zum Ventilator. Im Vergleich zu einer Klimaanlage ist er günstig, mobil und schnell einsatzbereit. Doch Schlafexperte Martin Seeley warnt im "Glamour"-Interview: Gerade während der Nacht kann der dauerhafte Luftstrom den Körper stärker belasten, als viele vermuten.
"Heute" auf Google als bevorzugte Quelle festlegen
1
Staub, Pollen & Allergene werden verteilt
Ein Ventilator bewegt nicht nur Luft, sondern auch alles, was sich darin befindet. Dazu zählen Staub, Pollen, Schimmelsporen und Hausstaubmilben, die durch den Luftstrom im gesamten Schlafzimmer verteilt werden können. Für Allergiker kann das unangenehme Folgen haben: Niesen, tränende Augen, eine laufende Nase oder gereizte Atemwege können sich dadurch verstärken.
2
Verspannte Muskeln und steifer Nacken
Wer mit eingeschaltetem Ventilator schläft und sich die ganze Nacht direkt anblasen lässt, könnte am nächsten Morgen mit schmerzhaften Verspannungen aufwachen. Der kontinuierliche Luftstrom kann dazu führen, dass sich Muskeln abkühlen und verkrampfen. Besonders betroffen sind Nacken und Schultern, vor allem dann, wenn bereits Muskelbeschwerden bestehen oder man viel Zeit sitzend am Schreibtisch verbringt.
3
Nase & Rachen trocknen aus
Viele Menschen wachen nach einer Nacht mit laufendem Ventilator mit trockenem Hals oder einer verstopften Nase auf. Der Grund: Die dauerhaft bewegte Luft entzieht den Schleimhäuten Feuchtigkeit. Um den Flüssigkeitsverlust auszugleichen, produziert der Körper mehr Schleim, was wiederum das Gefühl einer verstopften Nase begünstigen kann.
4
Augen leiden
Nicht nur Nase und Rachen reagieren empfindlich auf trockene Luft. Auch die Augen können austrocknen, weil der schützende Tränenfilm schneller verdunstet. Die Folge können Brennen, Rötungen oder gereizte Augen sein. Besonders Kontaktlinsenträger sind davon betroffen, da ihre Augen ohnehin schneller austrocknen.
Mit diesen 10 Tricks bleibt dein Eigenheim schön kühl
?
So bleibt das Schlafzimmer auch ohne Ventilator kühl
Ganz auf Abkühlung muss trotzdem niemand verzichten. Experten empfehlen, tagsüber Fenster und Rollos geschlossen zu halten und erst in den kühleren Morgen- oder Abendstunden gründlich zu lüften. Leichte Bettwäsche aus Baumwolle oder Leinen, lauwarme Duschen vor dem Schlafengehen sowie ausreichend Flüssigkeit helfen ebenfalls dabei, heiße Nächte angenehmer zu machen.