Es ist wieder Zeit für Wein, Wanderschuhe und Wiener Weingärten: Am 26. und 27. September 2026 lädt der traditionelle Wiener Weinwandertag zum Spaziergang durch die Weinbaugebiete der Stadt. Vier Routen in den Bezirken 16, 19, 21 und 23 warten auf Besucherinnen und Besucher.
Doch bei aller Lust auf ein Glas Wiener Wein gilt: In den Weingärten ist nicht alles erlaubt.
Eine der wichtigsten Regeln betrifft die Wege. Besucher sollen auf den ausgewiesenen Routen bleiben und nicht quer durch die Weingärten gehen.
Der Grund ist naheliegend: Zwischen den Rebzeilen wächst der Wein für die kommende Saison. Wer quer durch die Anlagen läuft, kann Pflanzen beschädigen und die Arbeit der Winzerinnen und Winzer beeinträchtigen. "Wer durch die Wiener Weingärten wandert, erlebt die ganze Vielfalt des Wiener Weinbaus. Hinter jedem Glas Wiener Wein stehen Familienbetriebe, handwerkliches Können und eine Kulturlandschaft, die unsere Stadt prägt", betont Landwirtschaftskammer-Wien-Präsident Norbert Walter.
Auch das Pflücken ist tabu. Weintrauben, Blumen und andere Pflanzen dürfen nicht einfach mitgenommen werden.
Zur Vermeidung von Brandgefahr soll im Wald nicht geraucht werden. Gerade im Herbst können trockene Vegetation und achtlos weggeworfene Zigarettenstummel zum Problem werden. Wer beim Wandern eine Pause einlegt, sollte daher auf die ausgewiesenen Bereiche achten.
Vierbeinige Begleiter dürfen ebenfalls mit auf die Tour – allerdings gilt: Hunde bitte an die Leine nehmen und Hundekot entfernen. Damit sollen nicht nur andere Wanderer geschützt werden. Auch Wildtiere und die empfindliche Umgebung der Weingärten profitieren davon.
Wer während der Wanderung einem Wildtier begegnet, sollte Abstand halten. Wildtiere dürfen weder berührt noch bedrängt werden.
Eine weitere Bitte der Veranstalter klingt selbstverständlich, ist für den Erhalt der Weinlandschaft aber entscheidend: Abfälle sollen nicht in der Natur zurückbleiben. Verpackungen, Flaschen und sonstiger Müll gehören fachgerecht entsorgt. Schließlich soll die Weinwanderung nicht nur für die Gäste, sondern auch für Natur, Landwirtschaft und Anrainer ein angenehmes Erlebnis bleiben.
Wer sich an die Regeln hält, kann zwei Tage lang die Wiener Weinlandschaft erkunden. Die vier Hauptrouten führen durch unterschiedliche Weinbaugebiete:
Zusätzlich gibt es kleinere Teilstrecken, die miteinander kombiniert werden können. Die Wege sind familienfreundlich angelegt, für Kinderwagen stehen gekennzeichnete Abschnitte zur Verfügung.
Von 10 bis 18 Uhr laden Winzerinnen und Winzer entlang der Strecken mit regionalen Weinen und kulinarischen Spezialitäten zum Einkehren ein.