Tierischer Ratgeber

Hat dein Hund erhöhtes Parasiten-Risiko? Mach den Test!

Viele Haustiere sind von Parasiten betroffen. Experten fordern mehr Aufklärung und konsequente Prävention zum Schutz von Tier und Mensch.
Heute Tierisch
18.03.2026, 13:08
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43 Prozent der Tierbesitzer in Österreich berichten, dass ihre Tiere schon einmal von Parasiten befallen waren. Ganze 75 Prozent wünschen sich klarere Empfehlungen, wie sie ihre Hunde und Katzen besser schützen können. Wie es in einer Aussendung heißt, sind Tierärzte für die meisten die wichtigste Anlaufstelle, wenn es um Fragen zur Tiergesundheit geht.

Zum World Parasite Awareness Day am 20. März startet die Kampagne "Kleine Liebesbeweise. Große Momente." Sie soll zeigen, wie einfach es ist, mit ein paar einfachen Maßnahmen das Leben von Hunden und Katzen gesünder zu machen. Parasiten wie Flöhe, Zecken und Würmer sind weltweit ein großes Problem, können aber oft leicht verhindert werden.

Weltweite Umfrage

Eine weltweite Umfrage mit 6.500 Tierbesitzern zeigt: Viele wissen wenig über das Risiko von Parasiten. 27 Prozent gaben an, kaum oder gar nicht mit den Gefahren vertraut zu sein. Drei Viertel wünschen sich klarere Tipps zur Vorbeugung. 43 Prozent berichten, dass ihr Tier schon einmal eine Parasiteninfektion hatte – jeder fünfte dieser Fälle war sogar im letzten Jahr. Das zeigt, wie groß der Aufklärungsbedarf ist.

Hotspots für Zecke & Co

In den USA sind laut Schätzungen mehr als 1,2 Millionen Hunde von Herzwürmern betroffen. In Europa breitet sich diese Krankheit immer weiter aus. Auch in Lateinamerika, Afrika und Asien gibt es viele Fälle. Zecken sind ebenfalls auf der ganzen Welt ein Thema: In Italien könnten laut einer aktuellen Umfrage über 47 Prozent der Hunde betroffen sein, in Südostasien sogar bis zu 67 Prozent. Diese Parasiten übertragen Krankheiten wie Borreliose, Babesiose oder Ehrlichiose – alle können bei Tieren schwere Beschwerden und sogar lebensbedrohliche Zustände auslösen.

Doch nicht nur Tiere sind in Gefahr: Einige Parasiten können auch auf Menschen übergehen. Durch die steigenden Temperaturen und mehr Reisen treten sie immer öfter auch in neuen Regionen auf. Prävention ist deshalb wichtiger denn je.

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Tierärzte spielen eine zentrale Rolle, wenn es darum geht, das Risiko einzuschätzen, passende Schutzmaßnahmen zu empfehlen und Tierbesitzer zu unterstützen. 70 Prozent der Befragten nennen sie als wichtigste Informationsquelle. Weil das Risiko je nach Region, Jahreszeit und Lebensstil unterschiedlich ist, sind persönliche Beratung und regelmäßige Kontrollen besonders wichtig.

Das Unternehmen Boehringer Ingelheim startet zum World Parasite Awareness Day die weltweite Kampagne "Kleine Liebesbeweise. Große Momente."

„Mit dieser Kampagne möchten wir Tierhalter dazu ermutigen, Prävention als eine kleine Geste der Fürsorge zu verstehen, die ihre Tiere schützt und ihnen mehr gesunde, glückliche Momente ermöglicht“
Claire FowlerHead of Global Strategic Marketing Animal Health bei Boehringer Ingelheim

Q&A - an die Experten:

1. Ist Parasitenprävention auch bei Wohnungstieren notwendig?

Ja, auch Tiere, die drinnen leben, können Parasiten abbekommen. Flöhe, Zecken oder Würmer kommen zum Beispiel über Schuhe, Kleidung oder andere Tiere in die Wohnung. Manchmal ist ein Befall gar nicht so leicht zu erkennen. Mit einer vorbeugenden Behandlung schützt du dein Tier, bevor es krank wird. Regelmäßige Kontrollen helfen, die Gesundheit deines Lieblings zu erhalten.

2. Woran erkenne ich einen Parasitenbefall?

Die Anzeichen sind unterschiedlich, je nachdem, um welchen Parasiten es sich handelt. Häufig kommt es zu Juckreiz, Hautproblemen, Verdauungsstörungen, Gewichtsverlust, Fieber oder Verhaltensänderungen. Manchmal zeigen Tiere aber gar keine Symptome. Daher sind regelmäßige Tierarztbesuche und Vorsorge wichtig.

3. Sind Mittel zur Parasitenprävention sicher und wirksam?

Ja, Antiparasitika werden auf wissenschaftlicher Basis entwickelt und sind bei richtiger Anwendung sicher und wirksam. Sie schützen vor vielen inneren und äußeren Parasiten, verhindern Krankheiten und sorgen für eine bessere Lebensqualität.

4. Wie oft sollte mein Haustier eine Parasitenprophylaxe bekommen?

Das hängt vom Alter, Lebensstil, der Umgebung und den regionalen Risiken ab. Dein Tierarzt kann dir einen passenden Plan empfehlen. Wichtig ist, die Empfehlungen konsequent umzusetzen, damit dein Tier bestmöglich geschützt ist.

5. Kann ich mich bei meinem Haustier mit Parasiten anstecken?

Einige Parasiten können auch für Menschen gefährlich werden. Die Übertragung passiert zwar nicht oft, ist aber möglich – zum Beispiel über Eier oder Larven, die von Hunden oder Katzen ausgeschieden werden. Mit einem konsequenten Schutz deines Tieres verringerst du das Risiko für dich und deine Familie.

{title && {title} } red, {title && {title} } 18.03.2026, 13:08
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