Manchmal sind es die Kleinsten, die ganz Großes bewirken. Als die zehnjährige Anna erfuhr, dass ein junges Angus-Rind geschlachtet werden sollte, fasste sie einen Entschluss: Dieses Tier wollte sie unbedingt retten! Sie hatte das Kälbchen längst ins Herz geschlossen und ihm sogar einen Namen gegeben: Linora.
Doch ein Rind vor der Schlachtung zu bewahren, kostet Geld. Für Anna war das allerdings kein Grund, aufzugeben. Das Mädchen begann fleißig zu sammeln, verkaufte selbst gebastelte Kleinigkeiten und ging sogar Müll sammeln. Jeder Cent sollte dabei helfen, ihrer geliebten Linora eine Zukunft zu schenken.
Und tatsächlich: Ihr außergewöhnlicher Einsatz blieb nicht unbemerkt. Als Dieter Ehrengruber, Geschäftsführer von Gut Aiderbichl, von der Geschichte erfuhr, stand für ihn fest, dass er helfen wollte.
Gut Aiderbichl kaufte Linora frei und schenkte dem jungen Rind einen dauerhaften Lebensplatz auf dem Hof in Kilb im niederösterreichischen Bezirk Melk. Dort darf Linora nun gemeinsam mit anderen Rindern leben – ohne Angst vor der Schlachtung und bis an ihr natürliches Lebensende.
„Annas Geschichte zeigt, dass jeder Einzelne etwas im Tierschutz bewegen kann. Sie hat nicht weggesehen, sondern selbst Verantwortung übernommen und mit ihrem Einsatz Großes bewirkt.“Dieter Ehrengruber Gut Aiderbichl
Für Anna ist damit ein Herzenswunsch wahr geworden. Und Linora? Die darf nun einfach Rind sein, mit Artgenossen zusammenleben und ihre Zukunft genießen.
Eine Geschichte, die beweist, dass man nicht groß sein muss, um ein großes Herz zu haben.