ÖAMTC kritisiert Preisbremse

70 Cent in einem Monat – so viel teurer ist Sprit jetzt

Durch die Blockade der Straße von Hormus sind die Energiepreise in die Höhe geschossen. Sprit ist jetzt teurer als nach Ausbruch des Ukraine-Kriegs.
Nicolas Kubrak
01.04.2026, 13:44
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Die Preise an Österreichs Zapfsäulen explodieren weiter: Seit Anfang März ist Diesel um satte 70 Cent pro Liter teurer geworden, Benzin legte um 40 Cent zu.

Tanken jetzt teurer als nach Ukraine-Krieg

Im Monatsdurchschnitt bedeutet das ein Plus von 46,3 Cent bei Diesel und 28,2 Cent bei Super im Vergleich zum Februar. In den vergangenen Tagen lag der Dieselpreis im Schnitt bei knapp 2,25 Euro pro Liter – ein neuer Höchstwert. Damit ist Tanken jetzt sogar teurer als zu Beginn des Ukraine-Kriegs. Gründe dafür sind neben der angespannten Weltlage auch die mittlerweile geltende CO₂-Bepreisung.

ÖAMTC kritisiert Spritpreisbremse

Die mit 2. April geltende Spritpreisbremse soll die Kosten dämpfen, doch Experten bleiben skeptisch. "Es ist positiv, dass die Regierung versucht, die Preise zu reduzieren. Im Sinne der Konsumenten hätten wir uns aber eine größere Entlastung erhofft", sagt Martin Grasslober vom ÖAMTC.

Eine Entlastung von rund zehn Cent pro Liter sei angesichts der massiven Preissprünge allerdings "kein großer Wurf", so Grasslober. Zudem könnte es dauern, bis die Maßnahme vollständig bei den Autofahrern ankommt.

Der ÖAMTC fordert daher weitere Schritte – etwa niedrigere Abgaben auf Sprit und strengere Kontrollen auf europäischer Ebene. Der Club sieht die Politik gefordert, die internationalen Notierungen für Diesel und Super genau zu untersuchen und stärker zu reglementieren: "Nur durch verlässliche Notierungen sind faire Preise möglich", fordert Grasslober.

Ostern: Wann und wo tanken?

Pünktlich zum Osterwochenende gibt es zumindest kleine Hoffnung: Wer verreist, sollte laut ÖAMTC erst ab Donnerstag-Nachmittag tanken, da dann erste Preissenkungen möglich sind.

Beim Tanken im Ausland lohnt sich ein genauer Blick:

  • Ungarn & Slowakei: Günstige Preise oft nur für Einheimische – mit österreichischem Kennzeichen wird’s teuer
  • Deutschland: Meist deutlich teurer als Österreich
  • Italien: Durch Steuersenkung aktuell teils günstiger als in Österreich
  • Slowenien & Kroatien: Tankdeckel abseits von Autobahnen und Schnellstraßen; oft billiger als in Österreich

Allgemein empfiehlt der ÖAMTC, nicht mit letzter Reserve zu verreisen, da vereinzelt mit leergekauften Kraftstofftanks zu rechnen ist. In Slowenien gilt deshalb auch eine maximale Abgabemenge von 50 Litern je Pkw.

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