Schwere Zeiten für die Familie von Papst Leo XIV.! Erst am Dienstag wurde bekannt, dass das 71-jährige Kirchenoberhaupt an Lungenkrebs leidet und sich in Rom einer Operation unterziehen musste. Nun folgt die nächste traurige Nachricht: Auch sein älterer Bruder Louis Prevost (74) kämpft gegen eine Krebserkrankung.
Der in Florida lebende Bruder des Papstes wird derzeit in einer Klinik behandelt. Das bestätigte seine Ehefrau Deborah Prevost gegenüber dem US-Sender CBS, wie die Nachrichtenagentur dpa berichtet.
Louis Prevost leidet demnach an einem sogenannten Multiplen Myelom. Dabei handelt es sich um eine bösartige Erkrankung bestimmter Zellen des Immunsystems, die sich im Knochenmark ausbreiten.
Die Krankheit kann unter anderem zu Blutarmut, Knochenschmerzen und Nierenschäden führen. Die genauen Ursachen sind bislang nicht vollständig geklärt.
Nach Angaben seiner Ehefrau erhielt Louis bereits im Jahr 2017 die Krebsdiagnose. Zwei Jahre später unterzog er sich einer Behandlung, zu der auch eine Stammzellentherapie gehörte.
Danach konnte die Erkrankung über längere Zeit unter Kontrolle gehalten werden. Inzwischen benötigt der 74-Jährige jedoch erneut medizinische Behandlung. Über seinen aktuellen Gesundheitszustand und das genaue Stadium seiner Erkrankung machte Deborah Prevost keine näheren Angaben.
Auch sein jüngerer Bruder, Papst Leo XIV., muss derzeit eine schwere gesundheitliche Herausforderung bewältigen. Der 71-Jährige wurde am Dienstag (13. Oktober) in der Gemelli-Klinik in Rom operiert. Dabei entfernten die Ärzte den unteren Lappen seines rechten Lungenflügels.
Nach Angaben des Vatikans wurde bei dem Kirchenoberhaupt ein Lungenadenokarzinom festgestellt. Dabei handelt es sich um eine Form von Lungenkrebs. Der Eingriff verlief laut Vatikan erfolgreich und ohne Komplikationen. Der Papst befindet sich nun in der Erholungsphase.
Trotz ihrer eigenen gesundheitlichen Belastungen stehen die Brüder miteinander in Kontakt. Deborah Prevost berichtete, dass Louis und der Papst erst in der vergangenen Woche miteinander gesprochen hätten. "Er rief an, um uns mitzuteilen, was passieren wird", schilderte sie gegenüber CBS.
Der Papst hatte seinen Bruder demnach persönlich über die bevorstehende Operation informiert. Wie es dem Kirchenoberhaupt nach dem Eingriff im Detail geht, konnte auch seine Schwägerin nicht sagen.
Für Deborah Prevost steht derzeit vor allem eines im Mittelpunkt: die Hoffnung, dass beide Brüder ihre Erkrankungen gut überstehen. "Wir beten weiter und hoffen für beide auf das Beste", erklärte sie. Auch Louis Prevost hatte zuvor in einem Gespräch mit der italienischen Zeitung "Corriere della Sera" dazu aufgerufen, für seinen Bruder zu beten.
Während der Papst in Rom von seinen Ärzten betreut wird, setzt Louis seine Krebsbehandlung in Florida fort. Welche weiteren medizinischen Schritte bei den beiden Brüdern notwendig sein werden, ist derzeit nicht bekannt.