Einfacher und schneller

Behörden-Revolution! Das ändert sich für Bürger

Digitalisierungsstaatssekretär Pröll (ÖVP) fixiert Kooperation mit Estland, um Behördenwege zu vereinfachen und Bürgern Mehrfachmeldungen zu ersparen.
08.11.2026, 11:52
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Österreich und Digital-Pionier Estland vertiefen ihre Zusammenarbeit beim sicheren Datenaustausch und bei digitalen Verwaltungsservices. Ziel ist, die Verwaltung einfacher und schneller zu machen. Digitalisierungsstaatssekretär Alexander Pröll (ÖVP) unterzeichnete dazu am Freitag beim Tallinn Digital Summit eine Vereinbarung mit Estlands Digitalministerin Liisa-Ly Pakosta.

Die Kooperation soll grenzüberschreitende Behördenwege vereinfachen und europäische digitale Lösungen für Unternehmen voranbringen.

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Daten sollen laufen, nicht die Bürger

Wer seine Daten bereits bei einer Behörde angegeben hat, soll sie nicht bei der nächsten erneut vorlegen müssen. Möglich machen soll das ein sicherer Datenaustausch zwischen den Behörden.

Alexander Pröll am Weg zum "Digital Summit" in Estlands Hauptstadt Tallinn.
BKA/Valentin Brauneis
„Bürger und Unternehmen sollen ihre Daten nicht immer wieder bekanntgeben müssen, nur weil eine andere Behörde zuständig ist.“
Alexander Pröll Digitalisierungsstaatssekretär (ÖVP)

"Die Daten sollen laufen, nicht die Bürger. Was der Staat einmal weiß, soll er nicht ein zweites Mal verlangen. Diesen Weg gehen wir in Österreich konsequent, und mit Estland machen wir ihn europäisch", erklärt Pröll.

Beide Länder setzen beim Datenaustausch auf eigene, staatlich kontrollierte Infrastruktur statt auf Abhängigkeiten von einzelnen Anbietern.

Österreich baut dafür das System dadeX aus. Bis Ende 2029 sollen wichtige Register wie das Firmenbuch, das Grundbuch und das Zentrale Melderegister schrittweise angebunden werden.

Österreich will unter Top 3

Estland gilt seit Jahren als Vorreiter bei digitalen Behördenservices. Österreich liegt im EU-Vergleich derzeit auf Platz sechs, bei der mobilen Nutzung sogar auf Platz eins. Pröll will Österreich insgesamt unter die besten drei Länder bringen.

„Wir wollen von den Besten lernen, um selbst an die Spitze zu kommen.“
Alexander Pröll Digitalisierungsstaatssekretär (ÖVP)

Auch Unternehmen sollen profitieren: Geplant sind digitale Lösungen, mit denen Betriebe ihre Identität nachweisen und Dokumente einfacher über Landesgrenzen hinweg austauschen können.

KI soll Verwaltung verbessern

Für Pröll ist die Zusammenarbeit auch ein wichtiger Schritt in Richtung Künstliche Intelligenz (KI). "KI ist nur so gut wie die Daten und Systeme, auf denen sie aufbaut. Eine moderne, vernetzte digitale Verwaltung ist deshalb kein Nebenthema, sondern das Fundament", betont der Staatssekretär.

KI werde jedenfalls mitentscheiden, "wie leistungsfähig unser Staat und unsere Wirtschaft in Zukunft sind".

Am 19. November will Pröll die Pläne für Österreichs KI-Zukunft präsentieren. Bis Mitte 2027 soll eine neue nationale KI-Strategie stehen.

sea, Akt. 08.11.2026, 12:05, 08.11.2026, 11:52
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