Tierischer Promi

Biber-Berühmtheit! Video des Nagers geht viral

Mehr als 30.000 Aufrufe in nur 24 Stunden: Ein Biber, der sich im Zürichsee tummelt, sorgt derzeit auf TikTok für ordentlich Wirbel.
02.11.2026, 09:02
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Viele verbinden den Biber wohl mit Flüssen, Dämmen oder vielleicht sogar mit seiner früheren Ausrottung. Dass er aber auch im Zürichsee schwimmt, überrascht viele. Ein Video, das den Biber beim Planschen zeigt, hat im Netz in kürzester Zeit die Runde gemacht.

Unter den Kommentaren liest man Sager wie "Jösses Gott" oder "Lowkey das erste Mal, dass ich einen Biber sehe". Doch ganz so neu ist der Biber am Zürichsee nicht. "Seit 2020 ist er wieder am See heimisch", erklärt Caroline Nienhuis, Projektleiterin der Biberfachstelle im Kanton Zürich. Mindestens zehn Biber leben aktuell rund um den See.

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Die Kelle – das Markenzeichen vom Biber

Für Nienhuis ist nach einem kurzen Blick auf das Video klar: "Das ist ganz sicher ein Biber." Die typische Bewegung, die kleinen braunen Ohren und die Größe – das alles passt zusammen.

„Ein Biber braucht einfach Wasser, wo er graben kann – egal ob Fluss, Bach oder See. Das sind alles normale Lebensräume für das Tier“
Caroline Nienhuis Projektleiterin der Biberfachstelle im Kanton Zürich

Eindeutig wird es aber beim Hinterteil: "Das braune Fell hört kurz vor der Kelle auf." Gemeint ist der abgeflachte, dunkle Schwanz, der beim Biber groß, oval und lederartig wirkt. "In der Schweiz ist der Biber das einzige Tier mit so einer großen, abgeflachten Kelle", sagt Nienhuis.

Bei einer Erhebung im Jahr 2025 wurden sowohl in Wollishofen als auch in Meilen Biberreviere bestätigt. Laut Nienhuis leben mindestens zehn Biber am Zürichsee. Auch aus Wädenswil, von der Halbinsel Au und aus Männedorf gibt es Hinweise auf die fleißigen Nager.

Biber bringen Schwung in die Natur

Dass der Biber wieder am Zürichsee heimisch ist, sei "grundsätzlich ein erfreuliches Zeichen, der Biber war in der Schweiz einst ausgerottet und ist heute wieder zurück", betont Nienhuis. Für die Artenvielfalt ist das ein Gewinn.

Die Aktivitäten der Biber schaffen neuen Lebensraum für andere Tiere. "Wenn ein Biber etwa einen Baum fällt, der ins Wasser kippt, entstehen darunter Verstecke für Fische." Auch mit ihren Grabarbeiten sorgen Biber für neue Möglichkeiten für andere Lebewesen. "Dort, wo wir es zulassen können, hat die Aktivität des Bibers positive Auswirkungen auf die Natur", sagt die Expertin.

Allerdings kann es auch zu Problemen kommen, gibt Nienhuis zu. Zum Beispiel, wenn Biber an Uferwegen graben und diese dadurch absacken oder wenn sie Bäume in Privatgärten fällen. Mit Schutzmaßnahmen wie Drahtgittern rund um Bäume kann man Schäden aber verhindern. Insgesamt ist der Platz für Biber am Zürichsee trotzdem begrenzt: "Das Ufer rund um den Zürichsee ist vielerorts so stark verbaut, dass der ideale Lebensraum für Biber eingeschränkt ist", erklärt Nienhuis.

red, 02.11.2026, 09:02