Ardo-Aus trifft alle

Billa, Hofer, Lidl & Spar geben Kunden-Versprechen ab

Ardo schließt sein Werk im Marchfeld. Rewe sieht die Versorgung gesichert, Hofer und Lidl hoffen auf Lösungen. Spar hat einen Partner fixiert.
Newsdesk Heute
09.10.2026, 14:34
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Die angekündigte Schließung des Ardo Austria Frost-Werks in Groß-Enzersdorf (Bezirk Gänserndorf) sorgt für große Sorgen um heimisches Tiefkühlgemüse. Nun erklären die Supermarktketten, wie sie auf den drohenden Verlust des Verarbeitungsstandorts reagieren.

Gegenüber "Heute" betonen Rewe, Hofer und Lidl, weiterhin auf österreichische Produkte setzen zu wollen. Wie konkret die Lösungen bereits sind, unterscheidet sich jedoch.

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Rewe: Versorgung aktuell gesichert

Eine klare Aussage zur derzeitigen Versorgung kommt von Rewe, dem Konzern hinter Billa: "Die Versorgung unserer Kund mit österreichischem Tiefkühlgemüse ist aktuell gesichert."

Am Schwerpunkt auf heimische Produkte will das Unternehmen festhalten. Gleichzeitig läuft die Suche nach weiteren Partnern: "Gleichzeitig prüfen wir laufend neue Möglichkeiten der Zusammenarbeit mit alternativen Lieferanten aus Österreich, um auch langfristig eine verlässliche und hochwertige Versorgung sicherzustellen."

Hofer bleibt zuversichtlich

Auch Hofer bedauert das angekündigte Werks-Aus. Die Zusammenarbeit mit österreichischen Produzenten und die Stärkung der heimischen Landwirtschaft hätten einen hohen Stellenwert. "Daher sind wir nach wie vor zuversichtlich, dass weiterhin Tiefkühlgemüse aus Österreich angeboten werden kann", erklärt der Diskonter gegenüber "Heute".

Details zur Nachfolgelösung gibt Hofer allerdings noch nicht bekannt: "Wir bitten um Verständnis, dass wir aktuell keine konkreten Informationen geben können."

Lidl prüft Alternativen

Bei Lidl wird ebenfalls nach Möglichkeiten gesucht. "Wir bedauern diese Entwicklung und prüfen aktuell mögliche Alternativen", teilt das Unternehmen mit. Die österreichische Herkunft soll dabei weiter eine Rolle spielen: "Unser Wunsch ist es jedenfalls, weiterhin Qualität aus Österreich auch in diesem Produktsegment anbieten zu können."

Lidl hofft auf eine Lösung, die auch den betroffenen Beschäftigten, Landwirten und Erzeugern hilft. Einen neuen Lieferanten nennt die Kette in ihrer Stellungnahme nicht.

Spar hat weiteren Partner bereits fixiert

Bei Spar ist ein Teil der künftigen Produktion bereits vereinbart: Laut einer Unternehmensaussendung übernimmt Schneider’s Gemüseland ab Sommer 2027 weitere Marchfelder Tiefkühlgemüseprodukte, die bisher bei Ardo hergestellt wurden. Der Familienbetrieb sitzt ebenfalls in Groß-Enzersdorf und arbeitet seit zehn Jahren mit Spar zusammen.

Bereits rund 20 Produkte stammen von Schneider’s Gemüseland. Fünf zusätzliche Artikel seien fixiert, erklärte Spar-Sprecherin Nicole Berkmann. Die gesamten Ardo-Kapazitäten kann der kleinere Betrieb allerdings nicht ersetzen.

Heimischer Spinat und Rotkraut im Fokus

Ardo hält an der geplanten Schließung Ende August 2027 fest. Das Unternehmen begründet den Schritt mit wirtschaftlichen Problemen am Standort.

Bauernvertreter warnen besonders vor Folgen für heimischen Tiefkühlspinat und Rotkraut, weil eine zweite Verarbeitungslinie in Österreich fehle. Die Antworten der Handelsketten zeigen: Österreichisches Tiefkühlgemüse bleibt ihr erklärtes Ziel.

Wie die langfristige Versorgung für sämtliche betroffenen Produkte aussehen wird, ist jedoch noch offen.

red,09.10.2026, 14:34