Die Banane ist aufgegessen, übrig bleibt nur noch die Schale. Also Fenster runter und raus damit ins Grüne? Was auf den ersten Blick harmlos wirkt, kann für Autofahrer unangenehme Folgen haben. Denn auch vermeintlich natürlicher Abfall gehört nicht einfach an den Straßenrand.
Die Straßenverkehrsordnung sieht für eine gröbliche Verschmutzung der Fahrbahn eine Geldstrafe von bis zu 72 Euro vor, warnt der ÖAMTC. Wer während der Fahrt etwas aus dem Fenster wirft, riskiert damit also mehr als nur böse Blicke anderer Verkehrsteilnehmer.
Noch teurer kann es in Wien werden: Hier greift zusätzlich das Wiener Reinhaltegesetz. Wer Straßen mit öffentlichem Verkehr oder öffentlich zugängliche Grünflächen verunreinigt, muss mit einer Verwaltungsstrafe von bis zu 1.000 Euro rechnen. Ähnliche Vorschriften können laut ÖAMTC auch in anderen Bundesländern und Gemeinden gelten.
Besonders gefährlich wird das achtlose Wegwerfen, wenn dadurch andere zu Schaden kommen. Ein Gegenstand auf der Fahrbahn kann Verkehrsteilnehmer erschrecken, zu Ausweichmanövern führen oder einen Unfall verursachen. Dann können zusätzlich Schadenersatzforderungen drohen.
Noch drastischer sind die möglichen Folgen bei Zigaretten: Ein glimmender Stummel kann im schlimmsten Fall einen Brand oder sogar Waldbrand auslösen. Kommt es zu fahrlässiger Brandstiftung oder werden Menschen bei einem dadurch verursachten Unfall verletzt, sind laut ÖAMTC auch strafrechtliche Konsequenzen möglich.
Was während der Fahrt an Müll anfällt, bleibt zunächst im Auto. Der ÖAMTC empfiehlt gerade auf längeren Strecken, Abfälle bis zur nächsten Rastmöglichkeit aufzubewahren und dort ordnungsgemäß zu entsorgen. Das komme sowohl der Umwelt als auch der Verkehrssicherheit zugute.
Für die nächste Jause im Auto heißt das also: Banane essen, Schale behalten. Statt sie aus dem Fenster ins Grüne zu befördern, wartet sie besser bis zum nächsten Mistkübel. Ein kleiner Handgriff, der Ärger und im schlimmsten Fall eine empfindliche Strafe ersparen kann.