Strengere Studienregeln

Bis zu 2.500 Euro – Neos wollen Studiengebühren erhöhen

Die Neos möchten Studiengebühren erhöhen sowie Mindestleistung verschärfen. Studierende aus Drittstaaten sollen künftig 2.500 Euro je Semester zahlen.
Newsdesk Heute
19.09.2026, 21:02
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Auf Studierende könnten deutlich höhere Kosten zukommen: Die Neos wollen mit der Forderung nach höheren Studiengebühren und strengeren Vorgaben für den Studienfortschritt in die Verhandlungen zur Hochschulstrategie 2040 gehen. Für Studierende aus Drittstaaten stehen sogar 2.500 Euro pro Semester im Raum.

Die neue Hochschulstrategie soll unter der Federführung des Wissenschaftsministeriums bis Ende des ersten Quartals 2027 ausgearbeitet werden. Die Neos haben bei einer Klausur nun ihre Positionen für die anstehenden Gespräche festgelegt.

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Mindestleistung soll verdoppelt werden

Ein zentraler Punkt betrifft die Mindeststudienleistung. Derzeit müssen Anfänger in Bachelor- und Diplomstudien innerhalb ihrer ersten zwei Studienjahre mindestens 16 ECTS-Punkte erreichen. Wer diese Vorgabe nicht schafft, verliert an der jeweiligen Universität die Zulassung für das betreffende Studium.

Die Neos wollen diese Grenze auf "mindestens" 32 ECTS-Punkte verdoppeln. Wissenschaftssprecherin Martina von Künsberg Sarre begründet den Vorstoß mit den derzeitigen Abschlusszeiten.

"Heute beenden nur 21 Prozent der Studierenden ihr Bachelorstudium in der Regelzeit. Unser Ziel ist klar: Wir wollen die faktische Studiendauer auf ein international übliches Maß angleichen", so von Künsberg Sarre. Gleichzeitig sollen die Betreuung verbessert und der Zugang zu Lehrveranstaltungen sichergestellt werden.

700 Euro für Studierende aus EU

Auch bei den Studiengebühren wollen die Neos ansetzen. Grundsätzlich hält die Partei zwar an ihrem Modell nachgelagerter Gebühren fest. Diese würden erst nach Abschluss des Studiums und ab einer bestimmten Einkommensgrenze fällig werden und sollen mit höheren Stipendien verbunden sein.

Kurzfristig sollen jedoch die bereits bestehenden Gebühren steigen. Für Studierende aus Österreich und anderen EU-Staaten, die über die Regelstudienzeit samt Toleranzsemestern hinaus studieren, sollen statt derzeit 363,36 Euro künftig 700 Euro pro Semester fällig werden.

Die Höhe entspräche laut dem Positionspapier ungefähr einer Inflationsanpassung seit der Einführung der Gebühren im Jahr 2001.

Drittstaaten-Studierende sollen 2.500 Euro zahlen

Noch deutlicher soll die Erhöhung für Studierende aus Drittstaaten ausfallen. Statt 726,72 Euro sollen sie nach dem Willen der NEOS künftig 2.500 Euro pro Semester bezahlen.

Im Gegenzug sieht das Modell einen leichteren Zugang zum Arbeitsmarkt vor. Für benötigte Fachkräfte und Talente sollen zudem Anreize geschaffen werden, nach dem Studium im Land zu bleiben.

Von Künsberg Sarre zufolge könnten die beiden geplanten Gebührenerhöhungen zusammen rund 100 Millionen Euro einbringen.

IT in Uni Linz eingliedern

Änderungen fordern die Neos auch bei der Struktur der österreichischen Hochschullandschaft. Kooperationen, gemeinsame Dienstleistungen und Zusammenschlüsse sollen finanziell stärker gefördert werden, um parallele Strukturen abzubauen.

Auch öffentlich finanzierte Privatuniversitäten sollen stärker in die gesamte Hochschulplanung eingebunden werden. "Künftig sollen nur noch Institutionen, die ausschließlich private Mittel nutzen, auch privat heißen", betonte von Künsberg Sarre.

Konkret nimmt die Partei dabei auch die Interdisciplinary Transformation University Austria (IT) in Oberösterreich ins Visier. "Es ist außerdem nicht einzusehen, dass sich jeder Landeshauptmann mit Steuergeld irgendwelche Prestigeprojekte gönnt. Die neue IT:U in Oberösterreich etwa muss in die Kepler Universität Linz eingegliedert werden, anstatt parallele Strukturen aufzubauen."

Mehr Geld aus privaten Quellen

Zusätzlich wollen die NEOS stärkere Anreize für private Finanzierungen im Hochschulbereich schaffen. Dabei geht es etwa um Gelder aus Stiftungen.

Würde Österreich bei diesen Mitteln ungefähr das OECD-Niveau erreichen, könnten laut dem Positionspapier zusätzlich rund 30 Millionen Euro pro Jahr lukriert werden.

red,19.09.2026, 21:02
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