Nach dem Angriff im Cockpit von Flydubai-Flug FZ 1073 rückt das mögliche Motiv des omanischen Co-Piloten weiter in den Mittelpunkt. Israel geht von einem islamistischen Hintergrund aus. Nun sollen auch Einträge in sozialen Medien entsprechende Hinweise liefern.
Ein israelischer Beamter äußerte sich zu den Social-Media-Aktivitäten des Mannes und erhob schwere Vorwürfe.
"Das war eine Person, die bereit war, Selbstmord zu begehen. Seine Social-Media-Konten belegen eindeutig, dass er sich der dschihadistischen Ideologie zugewandt und radikalisiert hat. Er spricht davon, Juden zu töten", wird der israelische Beamte in der "Times of Israel" zitiert.
Auch Israels Premierminister Benjamin Netanyahu äußerte sich zu dem Co-Piloten. Israel wisse demnach, dass der Mann eine "islamistische Indoktrination" durchlaufen habe.
Der omanische Co-Pilot hatte den Kapitän von FZ 1073 mit einer Axt attackiert. In der Folge geriet die Boeing 737 MAX in einen gefährlichen Sturzflug.
Trotz seiner schweren Verletzungen konnte der Kapitän noch die Cockpittür entriegeln. Dadurch gelangten Passagiere ins Cockpit und konnten den Co-Piloten überwältigen.
Israel stuft den Vorfall als islamistischen Terror ein.
Der deutsche Terrorexperte Paul Neumann hatte sich ebenfalls mit möglichen Hintergründen des Vorfalls beschäftigt. Im Gespräch mit dem deutschen Journalisten Paul Ronzheimer erklärte er, dass der Anschlagsversuch durch den Co-Piloten auch militärische Konsequenzen haben könnte.
Die Social-Media-Aktivitäten des Co-Piloten liefern aus israelischer Sicht weitere Hinweise auf ein islamistisches Motiv.