Vorjahres-Vergleich

Das sind die größten Veränderungen am Arbeitsmarkt

Die neuen Arbeitsmarktstatistiken des AMS für den Monat Juli sind da. Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum ergeben sich einige spannende Befunde.
Newsdesk Heute
03.08.2026, 14:10
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Wie von "heute" bereits berichtet, sind die aktuellen Arbeitsmarktstatistiken des AMS für den Monat Juli da. Während die offizielle Arbeitslosenquote im letzten Monat 6,9 Prozent betrug, lässt sich im Vergleich zum Vorjahreszeitraum ein Anstieg von 3,1 Prozent verzeichnen.

Von diesem Anstieg sind jedoch nicht alle Bevölkerungsgruppen gleichermaßen betroffen - bei einigen lässt sich ein verhältnismäßig hoher Anstieg beobachten. Grund genug, um die auffälligsten Veränderungen der Arbeitslosengruppe - im Vergleich zum Vorjahreszeitraum - einmal unter die Lupe zu nehmen.

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Der größte Anstieg

Den bei weitem größten Anstieg stellt im Vergleich zur Vorjahresstatistik die Gruppe der Langzeitarbeitslosen dar - also Menschen, die bereits 12 Monate oder länger arbeitslos sind. Bei dieser Gruppe lässt sich ein Anstieg von ganzen 22,5 Prozent verzeichnen. Dieser Befund zeigt: Immer mehr Menschen sind im vergangenen Jahr in die Langzeitarbeitslosigkeit gerutscht - die Jobsuche wurde nicht zuletzt wegen der schwierigen Wirtschaftslage zum Dauerproblem.

Menschen mit Behinderung

Ein ebenfalls drastischer Anstieg lässt sich bei Menschen mit Behinderung verzeichnen - bei dieser Gruppe stieg die Arbeitslosenquote im Vergleich zum Vorjahr um 16,2 Prozent. "Menschen mit Behinderung sind von konjunkturellen Abschwüngen früher und stärker betroffen als andere Beschäftigte", meint Christina Schneyder von dabei-austria, dem Dachverband für die berufliche Inklusion von Menschen mit Behinderung.

Schon im Jänner warnte sie angesichts der gestiegenen Arbeitslosenquote: "Die Schere geht immer weiter auf." In der Zwischenzeit sind die Zahlen stärker gestiegen.

Akademiker

Einen ungewöhnlich starken Anstieg gibt es auch bei den Akademikern: die Arbeitslosenquote stieg im Vergleich zum Vorjahr um 13,2 Prozent - mehr als dreimal so viel als jene von Personen mit Lehrabschluss. Das zeigt, dass Akademiker von der aktuellen Lage am Arbeitsmarkt besonders stark betroffen sind - auch wenn ihr Anteil an den Arbeitslosen insgesamt "nur" rund 12,5 Prozent beträgt.

Frauen vs. Männer

Was außerdem auffällt: Im Vergleich zwischen Frauen und Männern gibt es einen deutlichen Gegensatz. Während die Arbeitslosenquote von Männer im Vorjahresvergleich mit 0,6 Prozent eher stagniert, stieg die Quote bei Frauen um 6 Prozent, also 10-mal so stark. AMS-Vorstandsvorsitzender Johannes Kopf spricht von einer "branchenbedingt schlechteren Entwicklung bei der Frauenarbeitslosigkeit".

Immerhin: Kopf spricht von einem "deutlichen Rückgang der Arbeitslosigkeit von asylberechtigten Personen", der seit Monaten zu beobachten sei.

Zu den Gründen der Arbeitsmarktstatistiken äußert sich AMS-Vorsitzender Kopf folgendermaßen: "Nach nunmehr 40 Monaten steigender Arbeitslosigkeit wiederholt sich meine Analyse leider zwangsläufig. Zu wenig internationale Nachfrage, zu hohe Energie- und Lohnstückkosten, zu wenig Konsum, zu wenig Investitionen. Kurz: zu wenig Wirtschaftswachstum."

{title && {title} } red, {title && {title} } Akt. 03.08.2026, 14:16, 03.08.2026, 14:10