Tierischer Ratgeber

Deinem Hund ist die Uhr wurscht - deiner Katze nicht

Am Sonntag werden die Uhren zurückgestellt. Während viele Hunde die Zeitumstellung erstaunlich gelassen nehmen, können Katzen grantig werden.
22.10.2026, 10:40
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Eine Stunde länger schlafen? Klingt herrlich! Zumindest für uns Menschen. Wenn am Sonntag, dem 25. Oktober, um drei Uhr morgens die Zeiger auf zwei Uhr zurückspringen, interessiert das unsere Haustiere nämlich herzlich wenig. Oder doch nicht?

Während der Hund gemütlich weiter schnarcht, sitzt die Katze pünktlich bereits lautstark vor dem leeren Futternapf. Denn nur weil Herrchen und Frauchen plötzlich eine Stunde später aufstehen, muss das Frühstück noch lange nicht warten. Doch wie unterschiedlich reagieren Hund und Katze tatsächlich auf die Zeitumstellung?

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Der Hund ist gewohnt sich anzupassen

Eine im Jänner 2025 veröffentlichte Studie der Universität Toronto liefert überraschende Erkenntnisse. Wissenschaftler untersuchten 54 Hunde, darunter 25 Schlittenhunde und 29 Familienhunde, und zeichneten mithilfe von Bewegungssensoren ihre Aktivität vor und nach der herbstlichen Zeitumstellung auf.

Das Ergebnis: Bei den Familienhunden waren keine signifikanten Veränderungen ihrer morgendlichen Aktivität festzustellen. Die Schlittenhunde, die an einen besonders strengen Tagesablauf gewöhnt waren, reagierten hingegen zunächst deutlich auf die verspätete Ankunft ihrer Betreuer. Schon nach einem Tag hatten sie sich allerdings angepasst. Offenbar sind viele Hunde wesentlich flexibler, als wir ihnen zutrauen.

Bei Katzen hört der Spaß beim Fressen auf

Anders könnte die Sache bei unseren Samtpfoten aussehen. Katzen sind ausgesprochene Gewohnheitstiere und orientieren sich stark an vertrauten Abläufen. Vor allem regelmäßige Fütterungszeiten spielen dabei eine wichtige Rolle. Wird das Frühstück plötzlich eine Stunde später serviert, kann das bei manchen Katzen für Unruhe, lautstarken Protest oder hartnäckiges Betteln sorgen.

Auch die innere Uhr der Katze richtet sich schließlich nicht nach unserer Armbanduhr, sondern unter anderem nach Tageslicht, Aktivität und gewohnten Mahlzeiten. Die Tiermedizin empfiehlt deshalb meistens, Fütterungszeiten rund um die Zeitumstellung schrittweise zu verändern.

Eine Stunde kann den Unterschied machen

Wer seinem Vierbeiner die Umstellung erleichtern möchte, sollte nicht von heute auf morgen sämtliche Routinen verändern. Besonders bei Katzen empfiehlt es sich, die Fütterungszeiten über mehrere Tage hinweg in Schritten von etwa 15 Minuten anzupassen. Auch empfindliche Hunde, ältere Tiere oder Vierbeiner mit einem besonders geregelten Tagesablauf können von einer sanften Umgewöhnung profitieren. Denn eines gilt für beide Haustierarten: Verlässliche Rituale vermitteln Sicherheit. Und während wir Menschen am Sonntag vielleicht noch eine Stunde länger unter der Decke bleiben, hat zumindest so manche Katze bereits beschlossen, dass die neue Winterzeit eine ziemlich schlechte Erfindung ist.

red, 22.10.2026, 10:40