Die angesehene Firma HiPP wurde Opfer eines fast beispiellosen Kriminalfalls: Unbekannte vergifteten Babybrei in mehreren Ländern und erpressten in weiterer Folge das Unternehmen. Entsprechende Gläser wurden tatsächlich gekauft, Tests bestätigten, dass sich Rattengift darin befand.
Dass es tatsächlich zu Vergiftungsfällen kommt, wird aber immer unwahrscheinlicher. Das Erpressungsschreiben langte bei HiPP schon im März ein. Von Mitarbeitern blieb das jedoch unbemerkt, weil es in einem kleinen, unbestimmten Postfach landete. Die Frist zur Zahlung endete schon am 2. April.
Die Erpresser mussten die Gläser außerdem öffnen, um sie mit Gift zu versetzen. Ohne Vakuum verdirbt der Brei aber schon nach wenigen Tagen. Mittlerweile wären betroffene Gläser also wohl schon bis zur Unkenntlichkeit verschimmelt. Solch einen Inhalt seinem Baby zu füttern, ist quasi unmöglich.
Trotzdem sucht die Polizei weiter emsig nach weiteren Gift-Gläsern. Diese könnten immerhin Rückschlüsse auf die Urheber bieten. Natürlich sei es weiterhin möglich, dass der oder die Täter weitere Gläser vergiften und ihre Lösegeldforderung erneuern.