Sensation Play, Tantra & Co.

Diese vier Sex-Trends sorgen für einen heißen Herbst

Draußen wird es früher dunkel, drinnen wächst die Lust auf Nähe. Vier Trends sollen im Herbst für Abwechslung sorgen – ganz ohne Leistungsdruck.
Heute Life
19.09.2026, 14:11
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Die Tage werden kürzer, die Temperaturen sinken und die Abende verlagern sich wieder in die eigenen vier Wände. Für Paare kann das eine Gelegenheit sein, sich bewusst mehr Zeit füreinander zu nehmen und gemeinsam Neues auszuprobieren.

Dabei geht es nicht um sportliche Höchstleistungen oder darum, vermeintliche Trends unbedingt mitmachen zu müssen. Entscheidend ist, dass sich alle Beteiligten wohlfühlen, offen miteinander sprechen und jederzeit Nein sagen können. Diese vier Ideen könnten im Herbst dennoch für neue Lustmomente sorgen.

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Spielen mit allen Sinnen

Beim sogenannten Sensation Play stehen unterschiedliche Sinnesreize im Mittelpunkt. Berührungen, Wärme, Kälte, Geräusche, Düfte oder Geschmäcker können dabei bewusst eingesetzt werden.

Schon einfache Dinge reichen aus. Eine weiche Feder auf der Haut, warmer Atem, eine sanfte Massage oder eine Augenbinde können die Wahrnehmung verändern. Wird ein Sinn eingeschränkt, können Berührungen plötzlich deutlich intensiver wirken.

Bevor es losgeht, solltet ihr darüber sprechen, was sich gut anfühlt und wo die persönlichen Grenzen liegen. Ein eindeutiges Stoppsignal schafft zusätzliche Sicherheit. Für den Anfang ist es sinnvoll, nur einen oder zwei Reize miteinander zu verbinden.

Bei Kerzen ist Vorsicht nötig. Normales Kerzenwachs kann schwere Verbrennungen verursachen und gehört nicht auf die Haut. Verwendet werden dürfen nur Produkte, die ausdrücklich für Massagen gedacht sind. Auch dabei sollte die Temperatur zunächst vorsichtig an einer unempfindlichen Stelle geprüft werden.

Gemeinsam in die Badewanne

Wenn es draußen kalt und ungemütlich wird, klingt ein warmes Bad zu zweit besonders verlockend. Laut dem von Amorelie Sexreport 2026 wünschen sich 25 Prozent der Befragten Sex in der Badewanne.

Was auf den ersten Blick romantisch wirkt, kann praktisch allerdings seine Tücken haben. Nasse Oberflächen sind rutschig, der verfügbare Platz ist begrenzt und nicht jede Position aus dem Bett funktioniert auch in der Wanne.

Wasser ersetzt zudem kein Gleitmittel. Im Gegenteil: Es kann die natürliche Feuchtigkeit abwaschen und dadurch unangenehme Reibung begünstigen. Wer ein Gleitmittel verwendet, sollte darauf achten, dass es sich für den geplanten Einsatz und die verwendeten Verhütungsmittel eignet.

Auch Sextoys dürfen nur dann mit ins Wasser, wenn sie vom Hersteller ausdrücklich als wasserdicht ausgewiesen sind. "Wasserabweisend" bedeutet nicht automatisch, dass ein Gerät vollständig untergetaucht werden darf.

Bei sehr heißem Wasser kann außerdem der Kreislauf reagieren. Wird dir schwindlig oder unwohl, solltest du das Bad sofort unterbrechen. Ein stabiler Halt und langsame Bewegungen sind in der Badewanne wichtiger als akrobatische Experimente.

Supplements für mehr Lust?

Im Herbst werden auch Nahrungsergänzungsmittel beworben, die angeblich das sexuelle Verlangen unterstützen sollen. Häufig enthalten solche Produkte Zutaten wie Maca, Ginseng oder Zink.

Von vollmundigen Versprechen solltest du dich allerdings nicht blenden lassen. Eine Kapsel garantiert weder mehr Lust noch besseren Sex. Das sexuelle Verlangen wird von vielen Faktoren beeinflusst. Dazu gehören Stress, Schlaf, psychische Belastungen, Medikamente, körperliche Erkrankungen und die Situation in einer Beziehung.

Auch pflanzliche Inhaltsstoffe können Nebenwirkungen verursachen oder mit Medikamenten wechselwirken. Wer dauerhaft deutlich weniger Lust verspürt und darunter leidet, sollte die möglichen Ursachen lieber ärztlich abklären lassen, statt allein auf ein Nahrungsergänzungsmittel zu setzen.

Mehr Ruhe, ausreichend Schlaf, offene Gespräche und weniger Leistungsdruck können für das eigene Wohlbefinden oft wichtiger sein als ein Produkt aus der Packung.

Slow Sex statt schnellem Höhepunkt

Der vierte Trend setzt nicht auf neue Hilfsmittel, sondern auf mehr Zeit. Bei Tantra und Slow Sex stehen langsame Berührungen, bewusste Pausen, Blickkontakt und gemeinsame Nähe im Vordergrund.

Laut Amorelie-Sexreport 2026 möchten 22 Prozent der Befragten Tantra oder Slow Sex ausprobieren. Dabei muss es nicht sofort um komplizierte Übungen oder stundenlange Rituale gehen. Schon ein Abend ohne Handy, Termindruck und festes Ziel kann den gemeinsamen Moment verändern.

Statt möglichst schnell einen Orgasmus erreichen zu wollen, wird die Erregung bewusst langsam aufgebaut. Küssen, Streicheln, Massagen und Pausen bekommen dadurch mehr Raum. Auch ein Höhepunkt ist kein Muss.

Wichtig bleibt, dass beide mit dem Tempo zufrieden sind. Slow Sex sollte nicht zur nächsten Pflichtübung werden. Wenn etwas unangenehm ist oder die Stimmung nicht passt, darf jederzeit aufgehört oder etwas anderes ausprobiert werden.

Ob Sinnesreize, ein gemeinsames Bad oder einfach mehr ungestörte Zeit: Für neue Lust braucht es nicht zwingend teure Produkte oder spektakuläre Ideen. Oft reichen Neugier, Vertrauen und ein ehrliches Gespräch darüber, was du dir wünschst – und was nicht.

red,19.09.2026, 14:11