Mit 1. April treten in Österreich neue Regeln für Nikotinprodukte in Kraft. Betroffen sind Nikotinbeutel (Pouches), E-Zigaretten und Liquids.
Mit den Neuerungen im 2025 beschlossenen Tabakmonopolgesetz werden diese Produkte künftig reguliert – von der Einfuhr über den Großhandel bis zum Verkauf. Und es wird Tabaksteuer fällig, was zusätzliches Geld in die Staatskasse spülen soll.
E-Liquids und Nikotinbeutel fallen ab 1. April unter das Tabakmonopol. Konkret heißt das: Künftig kannst du diese Produkte nicht mehr überall kaufen. Nikotinbeutel gibt es nur noch in Trafiken. E-Zigaretten und Liquids werden ausschließlich über Trafiken und lizenzierte Dampfershops verkauft. Der Einkauf im Internet ist komplett verboten.
Auch beim Großhandel wird strenger kontrolliert. Produkte dürfen nur mehr über bewilligte Händler ins Land kommen. Damit soll der bisher teils unübersichtliche Vertrieb beendet werden.
Änderungen gibt es ebenfalls bei den Preisen, nachdem für E-Liquids und Nikotinbeutel ab April Tabaksteuer eingehoben wird. Einige Produkte werden damit gleich um 50 Cent teurer - die Details liest du hier.
Ein zentrales Ziel der neuen Regeln ist der Jugendschutz. Der Verkauf wird stärker überwacht, gleichzeitig folgt Österreich damit internationalen Empfehlungen, unkontrollierte Verkaufsstellen einzuschränken.
„Mit den neuen Regelungen haben wir einen wichtigen Beitrag zum Gesundheitsschutz geschaffen, der gleichzeitig die Budgetkonsolidierung unterstützt.“Markus MarterbauerFinanzminister (SPÖ)
Finanzminister Markus Marterbauer (SPÖ) erklärt: "Auch wenn Produkte wie Nikotinbeutel und Liquids keinen Tabak enthalten, bringen sie, aufgrund des teilweisen hohen Nikotingehalts ein erhebliches Suchtpotenzial mit sich. Mit den neuen Regelungen haben wir auf Veränderungen am Markt reagiert, den Jugendschutz deutlich gestärkt und einen wichtigen Beitrag zum Gesundheitsschutz geschaffen, der gleichzeitig die Budgetkonsolidierung unterstützt.“
Gesundheits-Staatssekretärin Ulrike Königsberger-Ludwig (SPÖ) betont: "Mit den neuen Nikotinprodukten werden gezielt junge Menschen angesprochen – und ich weiß auch, dass viele dieser Produkte gerade im Trend sind. Aber genau deshalb braucht es Verantwortung und klare Regeln – nicht nur aus Prinzip, sondern weil es um die Gesundheit junger Menschen geht."
"Regulierung statt Verbot ist der richtige Weg", sagt Hannes Hofer, Geschäftsführer der Monopolverwaltung. Erfahrungen würden zeigen, dass Verbote entsprechende Produkte in den Schwarzmarkt drängen. Der neue Rechtsrahmen schaffe klare, durchsetzbare Standards, Österreich werde damit Österreich zum Vorreiter in Europa."
Nicht zuletzt stärkt die neue Regelung die Trafiken. Viele davon werden von Menschen mit Behinderungen geführt. Durch die neuen Produktgruppen sollen diese Standorte langfristig abgesichert werden. "Mit der Reform wird das bewährte, inklusive System der Trafiken gesichert und durch neue Produktkategorien mehr Stabilität, Planbarkeit sowie wirtschaftliche Perspektiven geschaffen", erklärt Otmar Schwarzenbohler, Bundesgremialobmann der Tabaktrafikanten.