Wirtschaftskrise vor Wende

Ein Lichtblick! Nationalbank-Prognose überrascht alle

Die Oesterreichische Nationalbank sieht endlich die Talsohle der langen Rezession erreicht und prognostiziert sogar ein zartes Wachstum.
Newsdesk Heute
06.06.2025, 12:14
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Am 6. Juni hat die Nationalbank ihre Prognose für Österreich 2025 bis 2027 veröffentlicht. Und die überrascht: "Die wirtschaftliche Entwicklung bleibt in Österreich auch 2025 angespannt. Trotzdem können wir ihnen heute mitteilen, dass wir heuer mit einem zarten Plus beim Wirtschaftswachstum rechnen", startet OeNB-Gouverneur Robert Holzmann mit einer Freudennachricht.

Laut den Berechnungen wird die österreichische Wirtschaft 2025 um 0,2 Prozent wachsen. Für 2026 und 2027 wird sogar mit einer weiteren Erholung und Wachstumsraten von 0,9 Prozent bzw. 1,1 Prozent gerechnet.

Nationalbank-Gouverneur Robert Holzmann. Archivbild 2020
Helmut Graf / HEUTE

Talsohle der Rezession erreicht

Dazu hält Holzmann fest: "Die wirtschaftliche Entwicklung bleibt in Österreich auch 2025 angespannt. Zu Jahresbeginn wurde zwar die Talsohle nach einer 2 ½ Jahre andauernden Rezession erreicht. Allerdings entfalten die US-Importzölle und deren Folgen erst in den kommenden Monaten ihre Wirkung. Darüber hinaus bremsen weiterhin strukturelle Schwächen und notwendige Konsolidierungsmaßnahmen im Inland die Erholung."

Inflation sinkt erst 2026 spürbar

Bei der Budgetsanierung ist der Weg aber weiterhin ein steiniger: Das Defizit bleibt über den gesamten Prognosehorizont der OeNB – trotz Konsolidierung – über der Maastricht-Grenze von 3 Prozent des BIP. Die Inflation verharrt 2025 auf hohem Niveau bei 3,0 Prozent und sinkt erst 2026 spürbar auf 1,8 Prozent.

Trump kann uns wieder in Krise stürzen

Bei der wirtschaftlichen Ausblick gibt es jedoch erhebliche Unsicherheiten. Aufgrund der erratischen US-Zollpolitik von Donald Trump sind Prognosen mit hohen Risken behaftet, heißt es. Sollten die US-Zölle im Sommer steigen, könnte das BIP-Wachstum um insgesamt 1 Prozentpunkt schwächer ausfallen.

Auch etwaige weitere Konsolidierungsmaßnahmen der Bundesregierung und geopolitische Spannungen – etwa in der Ukraine oder im Nahen Osten – belasten die Aussichten.

Zwar besteht ein gewisses Aufwärtspotenzial, doch aus Sicht der OeNB überwiegen die Abwärtsrisiken: "Die wirtschaftliche Erholung bleibt fragil – und stark abhängig von der internationalen Lage."

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