Lebenslange Haft

Elias (3) zu Tode gequält – Eltern akzeptieren Strafe

Im Mordprozess um Elias (3) akzeptieren die Eltern das Urteil. Die lebenslangen Haftstrafen sind damit rechtskräftig.
Newsdesk Heute
12.02.2026, 10:32
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Im Fall des dreijährigen Elias aus Ebbs ist nun endgültig ein Schlussstrich gezogen. Die Eltern des Buben akzeptieren das Urteil. Die lebenslangen Haftstrafen sind damit rechtskräftig.

Nachdem Mutter und Vater nach der Verkündung des Geschworenenurteils zunächst keine Erklärung abgegeben hatten, steht seit Donnerstag, 9 Uhr fest: Beide verzichten auf Rechtsmittel. Damit sind die am Innsbrucker Landesgericht verhängten Strafen endgültig.

Vater: Urteil als gerechte Strafe

Strafverteidiger Matthias Holzmann erklärte gegenüber der "Tiroler Tageszeitung" für den Vater: "Der Vater von Elias verzichtet auf Rechtsmittel. Er empfindet das Urteil als gerechte Strafe und möchte nunmehr in Haft sein Fehlverhalten mit professioneller Hilfe aufarbeiten."

Auch die Verteidigung der Mutter bestätigte den Schritt. Strafverteidiger Oliver Mathis sagte dazu: "Meine Mandantin wünscht zum Urteil keine weiteren Schritte mehr. Eine letzte Besprechung hat ergeben, dass Elias Mutter nun froh ist, in einem forensisch-therapeutischen Zentrum untergebracht zu werden und dort Hilfe in Hinblick der Persönlichkeitsstörung zu bekommen."

Eltern glaubten an Dämon im Kind

Damit sind die Verurteilungen zu einer der grausamsten Taten im Gerichtssprengel Tirol rechtskräftig abgeschlossen. Der Bub war im Jahr 2024 von seinen eigenen Eltern getötet worden. Über Monate hinweg wurde er unter anderem mit Kabelbindern gefesselt und in einer Schublade eingesperrt. Letztlich starb er an den Folgen massiver Unterernährung.

Als Motiv wurde im Prozess genannt, dass die Eltern davon ausgegangen seien, Elias sei von einem Dämon besessen gewesen.

Am Montag hatte das Landesgericht Innsbruck beide Eltern zu lebenslanger Haft verurteilt. Die Mutter wird zusätzlich in ein forensisch-therapeutisches Zentrum eingewiesen. Zudem müssen die beiden an die drei weiteren Kinder jeweils 7.500 Euro Schmerzensgeld zahlen.

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