A(H3N2) Subklade K

Neues Virus breitet sich aus – das musst du wissen

Eine neue Grippevariante breitet sich derzeit in Österreich aus. Experten mahnen zur Vorsicht und Prävention.
Heute Life
27.11.2025, 14:03
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Die Grippe macht sich heuer schon früher bemerkbar als gewöhnlich - und das gleich um ein paar Wochen. "Die Influenzavirusnachweise sind in Österreich zuletzt gestiegen. Im Vergleich zu den vorhergehenden Saisonen etwa um zwei bis vier Wochen früher", erklärt Virologin Monika Redlbeger-Fritz von der MedUni Wien und Leiterin des nationalen Influenza-Referenzlabors. Zudem schaue es nach zwei eher harmlosen Grippewintern dieses Mal so aus, als würde uns in Österreich eine kräftige Grippewelle bevorstehen.

Darauf deute die bereits vermehrte Influenzavirusaktivität in Großbritannien, Norwegen, Portugal und Spanien hin. In Österreich kam es bereits in Wien, Oberösterreich und der Steiermark zu wiederholten Influenzanachweisen. In Kärnten, Salzburg und im Burgenland konnte aktuell hingegen noch keine Virusaktivität festgestellt werden.

Neue Variante heizt Zirkulation an

Schuld an der frühen Aktivität der sogenannten echten Grippe soll eine neue Influenza-Variante sein - "die auch schon in Österreich nachgewiesen wurde". Dieser Meinung ist auch das Europäische Zentrum für die Prävention und die Kontrolle von Krankheiten (ECDC): "Der neu aufgetretene Grippestamm, A(H3N2) Subklade K, treibt die Zirkulation an", lautet es in der kürzlich veröffentlichten Gefahrenanalyse. Was du darüber wissen solltest:

1
Wie gefährlich ist die neue Grippe-Variante?
"Wir sehen im Moment, dass diese Variante sehr ansteckend ist und dementsprechend eine sehr starke Grippewelle verursacht", so Redlberger-Fritz.
2
Löst sie andere Symptome aus?
Die Symptome würden sich von den anderen Influenzavarianten nicht unterscheiden. "Sie verursacht eigentlich eine typische Grippe, mit hohem Fieber, starkem Husten, Kopf und Gliederschmerzen."
3
Warum geht man von einer besonders starken Welle aus?
Die neue Variante mache die Erkrankung zwar nicht schwerer als andere H3-Typen, sie umgehe aber den Impfschutz leichter. "Das heißt, dass wir heuer wahrscheinlich mehr Impfdurchbrüche und damit mehr Erkrankungen sehen werden."
4
Warum wird mit Impfdurchbrüchen gerechnet?
Das Virus wurde zwar bereits im Juni entdeckt, da war es jedoch bereits zu spät, um den Impfstoff für diese Saison noch anzupassen. "Die Impfstoffproduktion dauert ein halbes Jahr. Deshalb findet die Impfstoffzusammensetzung für die kommende Saison immer schon im Februar statt, damit im März mit der Produktion begonnen werden kann."
5
Schützt die Impfung überhaupt?
"Wir haben nach wie vor einen guten Schutz vor schweren Verläufen, also vor Hospitalisierung und vor Komplikationen", betont die Virologin.
6
Was bedeutet das jetzt für die kommende Saison?
"Die Bedeutung für die kommende Saison ist noch nicht absehbar. Man muss bei Influenza immer ganz vorsichtig sein bezüglich Mutmaßungen, weil wir gelernt haben, dass die Influenza immer für eine Überraschung gut ist."

Jährlich tausende Todesfälle

In einer typischen Saison verursacht die Grippe laut ECDC erhebliche Erkrankungen in der europäischen Bevölkerung mit bis zu 50 Millionen symptomatischen Fällen und 15.000 bis 70.000 Todesfällen jährlich. Alle Altersgruppen sind betroffen. Schätzungsweise erkranken jährlich bis zu 20 Prozent der Bevölkerung an Grippe.

Die Impfung wird weiterhin für alle ab sechs Monaten empfohlen, besonders aber für Risikogruppen wie Menschen über 60, Personen mit Vorerkrankungen, Kinder und Schwangere. Wer sich angesteckt hat, soll zu Hause bleiben oder Abstand halten und eine Maske tragen, rät die Virologin.

{title && {title} } red, {title && {title} } Akt. 27.11.2025, 15:40, 27.11.2025, 14:03
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