Mitten in turbulenten Zeiten sorgt der neue Transparenzbericht des ORF für Aufsehen. Mehr als 60 Top-Kräfte verdienen jährlich über 170.000 Euro brutto, insgesamt geht es um mehr als 15 Millionen Euro an Gehältern.
An die Spitze der Liste hat sich Pius Strobl gesetzt. Der Sicherheitsbeauftragte und Wohltätigkeitschef des ORF verdiente stolze 468.856,32 Euro im Jahr – gefolgt von dem bisherigen Generaldirektor Roland Weißmann, der 427.500,04 Euro kassierte. Strobl steht zudem wegen seiner geplanten Luxuspension von etwa 2,3 Millionen Euro im Fokus.
Über der 300.000-Euro-Marke liegen sonst nur noch Hauptabteilungsleiter und Prokurist Johannes Aigelsreiter (339.824,84 Euro) sowie ORF-III-Geschäftsführer Peter Schöber (311.964,24 Euro).
Dahinter folgen Geschäftsführerin Kathrin Zierhut-Kunz (285.137,40 Euro), Geschäftsführer Michael Wagenhofer (283.028,42 Euro) sowie die Kaufmännische Direktorin Eva Schindlauer mit 279.972,00 Euro. Dahinter folgt "ZiB2"-Moderator Armin Wolf mit einem Verdienst von 275.390,89 Euro – davon 8.820,36 Euro von Nebeneinkünften. Die neue ORF-Chefin Ingrid Thurnher verdiente 270.270,00 Euro.
Auch in den Bundesländern gibt es klare Spitzenverdiener. An der Spitze steht weiterhin ORF-Salzburg-Direktorin Waltraud Langer mit rund 18.500 Euro monatlich. Dahinter folgt der steirische Landesstudio-Chef, während Wien im Vergleich das Schlusslicht bildet.
Neben den Fixgehältern sorgen auch die Nebenverdienste für Diskussionen! TV-Star Andreas Knoll (Jahresgehalt 190.611,87 Euro) verdiente im Jahr durch Nebenbeschäftigungen eine Summe von 10.350,00 Euro und liegt damit vor "ZiB 2"-Moderator Armin Wolf mit 8.820,36 Euro Einkünften.
Für zusätzliche Brisanz sorgt jedenfalls der Zeitpunkt der Veröffentlichung. Der Bericht erscheint nämlich mitten in einer angespannten Phase im ORF, die von internen Konflikten geprägt ist. Für die Top-Verdiener gibt es heuer übrigens keine Gehaltserhöhung.