Vom Stiftungsrat gewählt

Paukenschlag am Küniglberg! Neuer ORF-Chef steht fest

Es ist fix: Ingrid Thurnher wird die Geschicke des schwer angeschlagenen ORF bis Ende 2026 lenken. "Heute" hat alle Details.
Heute Politik
23.04.2026, 17:40
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Showdown im ORF: Am Donnerstag fand am Küniglberg eine hochbrisante Stiftungsratssitzung statt, bei der u. a. die Wahl der ORF-Spitze bis 2026 sowie die kommende Geschäftsperiode ab 2027 am Programm stand.

Interimschefin wünscht "hartes Sitzfleisch"

Noch vor Beginn der Sitzung hat die interimistische ORF-Generaldirektorin Ingrid Thurnher den Stiftungsräten "hartes Sitzfleisch" gewünscht. Zu Recht: Ursprünglich wäre nur die Wahl der Interims-Führung bis Ende des Jahres auf dem Programm gestanden. Doch die Entwicklungen rund um die Skandale der vergangenen Wochen verliehen dem Treffen enorme Brisanz.

Der von der FPÖ entsandte Stiftungsrat Peter Westenthaler erwartete vor der Sitzung nicht weniger als am Ende "eine Reihe von Kündigungen". Denn wenn Ex-Generaldirektor Roland Weißmann aufgrund des "Anscheins unangemessenen Verhaltens" rausgeschmissen worden sei, müsse man sich auch die Berichte zu Ex-ORF-NÖ-Direktor Robert Ziegler und ORF-III-Chef Peter Schöber genau ansehen – ebenso den Compliance-Bericht zur Causa Weißmann.

Compliance-Bericht zugänglich gemacht

Dies ist im Laufe der Sitzung auch passiert: Der Stiftungsrat hat laut Informationen der "Krone" einstimmig Einsicht in den Compliance-Bericht, Strobls Luxuspensionsvertrag sowie die Prüfberichte zur Affäre rund um Ziegler und Schöber beantragt.

Ein Thema in der Sitzung waren auch mögliche Unvereinbarkeiten der Stiftungsräte. In diesem Zusammenhang ist vor allem die Lobbying-Tätigkeit der beiden Vorsitzenden Heinz Lederer und Gregor Schütze diskutiert worden. Lederer selbst ortet keine Interessenskonflikte – obwohl er etwa den Skiverband berät, der mit dem ORF Fernsehrechte und Verträge aushandelt.

Thurnher bleibt ORF-Chefin

Bereits im Vorfeld war klar, dass Interimschefin Ingrid Thurnher als Favoritin ins Rennen geht. Denn von den elf Bewerbern für den Job wurde nur sie zum Hearing eingeladen. Am Donnerstagnachmittag war klar: Ingrid Thurnher wird die Geschicke des ORF bis Ende 2026 lenken.

Sie bekam deutlich mehr als die erforderliche Mehrheit, nämlich 31 von 35 Stimmen. Dagegen stimmten Peter Westenthaler, Christoph Urtz und Thomas Prantner. Alexander Zach hat sich enthalten.

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