Tierische Sorgen

Tierheim-Tiere: Davor haben viele Österreicher Angst

Eine neue Studie zeigt: Viele Tierhalter würden gern adoptieren – doch Sorgen um Gesundheit und Verhalten bremsen sie aus.
Heute Tierisch
29.09.2026, 19:35
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Ein Tier aus dem Tierheim aufnehmen? Für viele klingt das grundsätzlich schön – doch wenn es konkret wird, kommen Zweifel. Eine globale Mars-Studie unter 26.000 Menschen zeigt, dass 58 Prozent der derzeitigen Tierhalter noch nie ein Tier adoptiert haben.

Zudem könnten sich nur drei von zehn Befragten vorstellen, künftig einem Tier aus dem Tierheim ein Zuhause zu geben. Der Haken: Viele fürchten, nicht zu wissen, was sie erwartet. Am häufigsten genannt werden mögliche Vorerkrankungen (33 Prozent), Verhaltensprobleme (27 Prozent) und die Frage, ob das Tier überhaupt zur eigenen Lebenssituation passt (25 Prozent).

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Stolperfalle Futter

Nicht nur das Verhalten oder die Vorgeschichte eines Tieres beschäftigt potenzielle Adoptierende. Laut Studie ändern 71 Prozent der Befragten nach einer Tierheim-Adoption die Ernährung ihres Haustieres.

Tierschutz Austria rät deshalb zu einem langsamen Start. "In den ersten drei Tagen geht es darum, dem neuen Haustier ein Gefühl der Sicherheit zu vermitteln", erklärt Sabrina Scharner, stellvertretende Tierheimleiterin und Bereichsleiterin Katzen und Hunde. Danach gehe es darum, Routinen und Vertrauen aufzubauen.

Auch beim Futter sei Geduld gefragt: Eine Umstellung sollte laut Scharner schrittweise über sieben bis zehn Tage erfolgen.

Neue Plattform soll Zweifel nehmen

Um Unsicherheiten zu reduzieren und Menschen den Weg zur Tieradoption zu erleichtern, startet Mars den neuen "Mars Adoption Hub". Die Onlineplattform bietet fachkundige Beratung sowie praktische Ressourcen zur Unterstützung vor und nach der Adoption und baut dabei auf wissenschaftlichen Erkenntnissen des Waltham Petcare Science Institutes auf.

Denn wenn die passende Unterstützung vorhanden ist, zeigen sich die Vorteile einer Adoption deutlich: Tierhaltende nennen es als einen der erfüllendsten Momente, wenn sie beobachten, wie sich ein adoptiertes Tier im neuen Zuhause entspannt und wohlfühlt (54 %) oder sich als Teil der Familie fühlt (49 %).

„Indem wir Familien vom ersten Tag an klare, vertrauenswürdige Anleitung geben, möchten wir Menschen bei den vielen Unsicherheiten rund um die Adoption unterstützen.“

"Indem wir Familien vom ersten Tag an klare, vertrauenswürdige Anleitung geben, möchten wir Menschen bei den vielen Unsicherheiten rund um die Adoption unterstützen und ihnen dabei helfen, sich vollkommen sicher zu fühlen, wenn sie ein neues Haustier zu sich nach Hause holen", so Vittoria d’Auria, Market Director Austria & Switzerland bei Mars Pet Nutrition.

Langjährige Kooperation mit Tierschutz Austria

Auch auf globaler Ebene setzt sich Mars für mehr Adoptionen ein: Im Rahmen des weltweiten "Mars Global Adoption Weekend" finden in über 30 Ländern Aktionen und Initiativen statt, die Tierheime unterstützen und Adoptionsinteressierte zusammenbringen. In Österreich arbeitet Mars bereits seit vielen Jahren eng mit Tierschutz Austria zusammen, um auf die Not verlassener Haustiere aufmerksam zu machen und noch mehr Adoptionen zu ermöglichen. Wer im Tierschutzhaus Vösendorf einen Hund oder eine Katze adoptieren möchte, erhält eine ausführliche Beratung und Begleitung durch die Fachleute vor Ort.

Im Tierheim Vösendorf warten viele Kätzchen auf die Adoption.
Tierschutz Austria

"Uns ist es wichtig, dass die Entscheidung für die Adoption gut überlegt ist, denn Katzen begleiten ihre Menschen viele Jahre und brauchen Zeit, Beschäftigung und eine artgerechte Haltung. Kitten werden daher nur paarweise vermittelt oder zu einer bereits vorhandenen gleichaltrigen Katze", so Scharner.

Spendenaktion für Katzen in Vösendorf

Rund um den Welttierschutztag läuft außerdem eine Spendenaktion für das "Glückskatzenprojekt" von Tierschutz Austria. Beim Kauf von WHISKAS- oder PEDIGREE-Produkten bis 11. Oktober 2026 werden jeweils fünf Euro an Tierschutz Austria und das Projekt gespendet.

red,29.09.2026, 19:35
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