Heute (3. November) stellen die sogenannten Midterms in den USA die Weichen für die politische Zukunft des Landes. Die Bürger wählen dabei Hunderte Abgeordnete, zahlreiche Gouverneure und 35 Senatoren.
Entscheidend wird vor allem sein, ob die Republikaner von US-Präsident Donald Trump oder die Demokraten am Ende die Oberhand behalten.
Das Machtgefüge im US-Kongress wird sich in einer Handvoll besonders knapper Wahlduelle entscheiden. Besonders im Senat ist ein harter Schlagabtausch zu erwarten: Aktuell halten die Republikaner 53 der 100 Sitze, während die Demokraten 45 Mandate haben.
Wie der Cook Political Report berichtet, gelten sieben Mandate aktuell als besonders umkämpft.
Wie die dpa berichtet, wird bei den Midterms das gesamte Repräsentantenhaus neu gewählt, da die Amtszeit der Abgeordneten nur zwei Jahre beträgt. Im Senat stehen rund ein Drittel der Sitze zur Abstimmung, da Senatoren für sechs Jahre gewählt werden.
Auch zahlreiche Gouverneure und lokale Amtsträger werden neu bestimmt.
Der amtierende Präsident steht bei den Midterms nicht zur Wahl, dennoch gelten sie traditionell als Referendum über die Politik der jeweiligen Regierung. Meist verliert die Partei des Präsidenten Sitze im Kongress, weil unzufriedene Wähler die Opposition stärken wollen.
In mehreren Bundesstaaten werden besonders enge Rennen erwartet: In Michigan kämpft der Demokrat Abdul El-Sayed gegen den Republikaner Mike Rogers um einen Sitz im Senat – El-Sayed könnte der erste muslimische US-Senator werden.
In Texas tritt der ehemalige Lehrer James Talarico gegen den umstrittenen Generalstaatsanwalt Ken Paxton an. In Alaska sorgt ein kurioses Duell für Aufsehen, da neben der Demokratin Mary Peltola auch zwei Kandidaten mit sehr ähnlichen Namen antreten, was für Verwirrung bei den Wählern sorgen könnte.
Auch bei den Gouverneurswahlen geht es heiß her: In Ohio sorgte der Republikaner Vivek Ramaswamy für Wirbel, als er ein Werbevideo mit der entfremdeten Mutter seiner demokratischen Gegnerin Amy Acton veröffentlichte.
In Wisconsin hofft der Demokrat David Crowley auf einen Sieg gegen den Republikaner Tom Tiffany.
Im Repräsentantenhaus halten die Republikaner aktuell nur eine knappe Mehrheit von 218 zu 214 Sitzen. Da sich das Interesse auf einige wenige, hart umkämpfte Wahlkreise konzentriert, könnten diese die Entscheidung über die Mehrheitsverhältnisse bringen. Ein starkes Ergebnis in diesen Bezirken gilt als Vorbote für den Gesamtsieg.