Koffer packen, Reisepläne schmieden, den Wetterbericht checken und plötzlich ist die Laune bestens. Doch warum fühlt sich die Vorfreude auf den Urlaub oft fast genauso gut an wie der Urlaub selbst? Warum das so ist, verrät ein Blick in unser Gehirn.
Für Urlaubsgefühle muss man noch gar nicht am Strand liegen: Schon Tage oder sogar Wochen vor der Reise schüttet unser Gehirn Glückshormone aus. Allein die Vorstellung von entspannten Stunden am Pool, kulinarischen Genüssen oder spannenden Ausflügen sorgt für positive Gefühle. Experten nennen dieses Phänomen "Erwartungsfreude".
Unser Gehirn freut sich nicht nur über schöne Erlebnisse, sondern auch über die Aussicht darauf. Während wir den Urlaub planen, malen wir uns die schönsten Momente aus. Der Strand erscheint noch sonniger, das Essen noch köstlicher und die Entspannung grenzenlos. In Gedanken ist oft alles perfekt und genau das macht die Vorfreude so besonders.
Tatsächlich zeigen Studien, dass Menschen während der Reiseplanung oft besonders glücklich sind. Der Grund ist einfach: In der Vorfreude gibt es keine Flugverspätungen, kein schlechtes Wetter und keine kleinen Ärgernisse des Alltags. In unserer Fantasie läuft alles nach Wunsch. Das sorgt für ein echtes Glücksgefühl.
Ein weiterer Vorteil: Vorfreude schenkt uns zusätzliche Urlaubstage – zumindest gefühlt. Wer sich bereits Wochen vor der Abreise auf die Reise freut, genießt die positiven Emotionen deutlich länger als nur während der eigentlichen Urlaubstage. Der Urlaub beginnt also oft schon im Kopf.
Psychologen empfehlen deshalb, sich regelmäßig auf etwas Schönes zu freuen. Das muss nicht gleich eine große Reise sein. Auch ein Wellness-Termin, ein Ausflug, ein gutes Essen oder ein Treffen mit Freunden können die Stimmung heben und das Wohlbefinden steigern.