"Make Europe Simple Again"

"Weniger Regeln" – Ministerin Bauer will EU abspecken

VP-Europaministerin Bauer nimmt die EU ins Visier: Sie will weniger Bürokratie, schlankere Strukturen, Neustart der Beziehungen mit Großbritannien.
Angela Sellner
31.08.2026, 20:05
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Europa wieder einfacher, schneller und wettbewerbsfähiger machen: Dafür warb Europaministerin Claudia Bauer (ÖVP) bei einer Diskussionsrunde im Rahmen des Europäischen Forums Alpbach 2026 am Montag.

In den Mittelpunkt stellte sie dabei die Forderung: "Make Europe Simple Again." Zu Deutsch: "Machen wir Europa wieder einfach."

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Dahinter stecken klare Forderungen an Brüssel. Weniger Bürokratie, weniger Hürden im Binnenmarkt und mehr Konzentration auf jene Aufgaben, bei denen Europa tatsächlich einen Mehrwert bringt.

„'Make Europe Simple Again' heißt weniger Regulierung, ein stärkerer Binnenmarkt und europäische Strukturen, die sich auf das Wesentliche konzentrieren.“
Claudia BauerEuropaministerin (ÖVP)

"Europa kann sich im globalen Wettbewerb nur behaupten, wenn wir Hürden abbauen und mit unseren engsten Partnern intensiver zusammenarbeiten", so Bauer.

Treffen in Alpbach: Europaministerin Bauer mit Forums-Präsident Othmar Karas, dem irischen Staatsminister für europäische Angelegenheiten Thomas Byrne, Großbritanniens neuem Minister für europäische Beziehungen Hamish Falconer und dem polnischen Staatssekretär Ignacy Niemczycki.
BKA/Dunker

"Kein Moralapostel"

Besonders scharf fällt die Kritik der Ministerin an zu viel Regulierung aus: "Die EU darf sich nicht länger als Moralapostel der Welt verstehen und dabei Ideologie über Pragmatismus stellen." Für Bauer bedeutet "Make Europe Simple Again" deshalb vor allem: "Weniger Regulierung, ein stärkerer Binnenmarkt und europäische Strukturen, die sich auf das Wesentliche konzentrieren."

Bauer drängt auch darauf, Doppelgleisigkeiten in der EU abzubauen. Förderungen sollen gebündelt, unnötige Strukturen zurückgefahren werden. Denn zusätzliche EU-Ebenen würden oft auch mehr Verwaltung in den einzelnen Staaten nach sich ziehen.

Neustart mit Großbritannien

Ein weiterer Schwerpunkt sind für Bauer die Beziehungen zu Großbritannien. Sie plädiert für einen deutlich engeren Schulterschluss zwischen der EU und London. Beim Handel sollen Hürden fallen, junge Menschen sollen im jeweils anderen Land leichter studieren und arbeiten können. Auch bei Sicherheit, Energie und Innovation soll die Zusammenarbeit ausgebaut werden.

"Europa kann sich im globalen Wettbewerb nur behaupten, wenn wir Hürden abbauen und mit unseren engsten Partnern intensiver zusammenarbeiten. Das gilt ganz besonders für Großbritannien," erklärt Bauer.

Auf Einladung der Ministerin war der neue britische Europaminister Hamish Falconer in Alpbach. Für ihn war es die erste Reise in einen EU-Mitgliedstaat seit seiner Amtsübernahme. Bauer lud ihn bei der Gelegenheit nach Wien ein, "um unsere Gespräche fortzusetzen und gemeinsam konkrete Ergebnisse für den nächsten EU-UK-Gipfel vorzubereiten".

Bei der Diskussion in Alpbach saßen auf Einladung Bauers neben dem Briten Falconer auch der irische Staatsminister für europäische Angelegenheiten und aktuelle EU-Ratsvorsitzende Thomas Byrne sowie der polnische Staatssekretär für europäische Angelegenheiten Ignacy Niemczycki am Podium.

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