Gebetsraum bei AMS-Kurs:

"Wenn es Muslimin hier nicht passt, dann ab nach Hause"

Eine türkische Teilnehmerin forderte bei einem AMS-Kurs einen eigenen Gebetsraum – Wiens FPÖ-Chef Dominik Nepp hat die Nase gestrichen voll.
André Wilding
30.09.2026, 13:00
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Zehn Jahre lang arbeitete Stefan K. (Name von der Redaktion geändert) als Deutschtrainer bei einem Bildungsdienstleister in Wien, insgesamt war er 16 Jahre in diesem Beruf tätig. Nach dem Ende seines Dienstverhältnisses erhebt er nun in "Heute" schwere Vorwürfe gegen seinen ehemaligen Arbeitgeber.

K. berichtet von religiösen Konflikten, Antisemitismus und weiteren Problemen in den von ihm betreuten AMS-Kursen.

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Trainer berichtet von Konflikten

Im Gespräch mit "Heute" erklärt K., dass ihm die Vermittlung seiner Kursteilnehmer in den Arbeitsmarkt stets besonders wichtig gewesen sei.

Gleichzeitig erhebt er Vorwürfe im Zusammenhang mit Religion und politischen Einstellungen einzelner Teilnehmer. Während des Fastens seien nach seiner Darstellung etwa Muslime, die nicht fasteten, schikaniert worden.

Teilnehmerin wollte Gebetsraum

Besonders beschäftigt habe ihn der Konflikt mit einer türkischen Teilnehmerin. Bereits beim ersten Kennenlernen habe sie K. nach einem Gebetsraum gefragt.

Der Deutschtrainer teilte ihr daraufhin mit, dass Teilnehmer auch im Kursraum beten könnten. Die Reaktion der Frau sei heftig ausgefallen. "Wie rassistisch ist Österreich? Ich klage", habe sie sich erregt.

Beschwerde - dann war Job weg

In weiterer Folge kam es laut K. zu weiteren Konflikten mit der Teilnehmerin, unter anderem rund um Prüfungen. Schließlich beschwerte sich die Frau vehement über den Deutschtrainer.

Für K. hatte die Auseinandersetzung Konsequenzen: Er verlor seinen Job. "Heute" fragte bei der Agentur nach und bat um eine Stellungnahme zu den Vorwürfen. Mann könne zu einzelnen Fällen keine Auskunft geben, heißt es.

"Unfassbarer Skandal"

"Das ist ein unfassbarer Skandal und eine klare Unterwerfung vor dem Islamismus! Ein Deutschtrainer, der 16 Jahre lang Menschen in den Arbeitsmarkt gebracht hat, wird gefeuert, weil eine Teilnehmerin nach wenigen Monaten in Österreich einen eigenen Gebetsraum fordert und gleich mit Klage und Rassismusvorwürfen droht", ärgert sich Wiens FPÖ-Chef Dominik Nepp gegenüber "Heute".

Laut Nepp habe die AMS-Führung "versagt". Und: "Wenn es dieser Frau hier nicht passt, soll sie wieder in ihr Heimatland zurückgehen. Ab nach Hause!"

wil,Akt. 30.09.2026, 13:05, 30.09.2026, 13:00